Austrian Hypo Group Alpe Adria CEO Gottwald Kranebitter attends a news conference in Vienna, March 30, 2011. Austrian nationalised bank Hypo Group Alpe Adria narrowed its 2010 net loss to 1.06 billion euros ($1.49 billion) as loan loss provisions fell, the country's sixth-biggest lender said on Wednesday. REUTERS/Leonhard Foeger (AUSTRIA - Tags: BUSINESS)

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Aufsichtsrat
03/11/2013

Hypo-Vorstand wiederbestellt

Der vierköpfige Vorstand der Hypo Alpe Adria wird für weitere drei Jahre an der Spitze bleiben.

Gottwald Kranebitter bleibt Vorstandsvorsitzender, Wolfgang Edelmüller, Johannes Proksch und Rainer Sichert werden auch in Zukunft die Bereiche Risiko, Finanzen und Markt bei der Hypo Alpe Adria Bank verantworten: In der heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat die vier Mitglieder einstimmig für weitere drei Jahre an der Spitze des notverstaatlichten Geldinstituts bestellt.

"Mit dem heutigen Beschluss setzen wir ein Zeichen der Stabilität für die laufende Restrukturierung und Sanierung des Unternehmens. Diese Kontinuität und Kompetenz sind Grundlage für eine erfolgreiche Fortsetzung des eingeschlagenen Kurses", so Aufsichtsrat-Präsident Johannes Ditz via Aussendung.

Privatisierung

Als besonderen Schwerpunkt für das laufende Jahr nannte Ditz den erfolgreichen Abschluss des EU-Verfahrens und die Privatisierung der Österreich Tochter.

Für den wiederbestellten Vorstand der Hypo Alpe Adria Bank International AG unterstrich CEO Kranebitter die anhaltend herausfordernde Situation auf dem Weg der Restrukturierung und Privatisierung der notverstaatlichten Bank.

Zwar konnten seit 2010 die Haftungen der öffentlichen Hand um rund ein Viertel reduziert und die Staatsbeihilfen zur Gänze im Eigenkapital der Bank erhalten werden, "Die Reise auf dem Sanierungsweg ist aber sicher noch nicht zu Ende. Der Vorstand wird auch die kommenden Schritte konsequent setzen.", so Kranebitter der ebenfalls "eine positive Entscheidung der EU Kommission im Beihilfeverfahren als nächsten zentralen Meilenstein in diesem Jahr" nannte.

Gespräche mit EU

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia forderte jüngst eine umfassende Restrukturierung oder eine geordnete Abwicklung der Bank; man warte auf einen Restrukturierungsplan. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem ein Arbeitspapier des Hypo-Managements bekannt wurde, in dem mehr Zeit für die Abwicklung gefordert wird. Seitens der Bank verwies man auf den am 5. Februar übermittelten Restrukturierungsplan. Man gehe davon aus, das über diesen in den nächsten Wochen Gespräche geführt würden, vorher wolle man nicht über deren Ausgang spekulieren.

Dem Vernehmen nach soll der Verkauf der Österreich-Tochter der zu zerschlagenden Hypo-Gruppe - der heuer gelingen soll, oder wohl viel mehr muss - vor der EU als Beispiel dienen, dass man eine Bank restrukturieren kann und diese auch an den Mann bringt; um dann vielleicht etwas mehr für Zeit von der EU-Kommission für selbiges bei den Süd-Osteuropa-Töchtern zu bekommen. Denn um die Verkaufschancen am Balkan halten sich zumindest derzeit in engen wirtschaftlichen Grenzen.

Nach Bekanntwerden des Vorstandspapieres über das Nachrichtenmagazin "Format" kam zuletzt von Hannes Androsch kam Rückendeckung für mehr Zeit für die Hypo-Reprivatisierung bzw. Zerschlagung der Gruppe: "Die Kommission muss einsehen, dass ein Verkauf unter Zeitdruck zu einer Vermögensvernichtung führt", so der Präsident der staatlichen Banken-ÖIAG Fimbag. Die Regierung müsse der EU klar machen, dass die Bank mehr Zeit brauche.

Konten der BH Airlines gesperrt

Die Hypo hat der bosnischen BH Airlines wegen überfälliger Kreditraten die Konten sperren lassen, weswegen die beiden Flugzeuge der staatlichen Fluggesellschaft seit voriger Woche auf dem Boden bleiben müssen. Das berichtet das "WirtschaftsBlatt" in seiner Montagausgabe. Demnach hat die Airline, die der bosniakisch-kroatischen Teilrepublik gehört, Kreditraten in Höhe von 7 Mio. Konvertiblen Mark (3,5 Mio. Euro) nicht rechtzeitig bezahlt.

Die Kontosperre sei die letzte Option gewesen, sagte eine Hypo-Sprecherin in Bosnien dem WirtschaftsBlatt. Ein Bankrott der Fluglinie sei aber nicht im Interesse der Bank. Die BH Airlines soll unterdessen vorgeschlagen haben, ihre beiden je 66-sitzigen ATR 72 zu verkaufen und einen Airbus 319 mit 160 Sitzen anzuschaffen. Der Verkaufserlös soll an die Hypo gehen, mit einer Zuzahlung seitens der Regierung in Höhe von 550.000 Dollar (420.168 Euro).

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