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Luftfahrt
10/26/2014

AUA-Chef bekennt sich zu Standort in Innsbruck

Überführung von Tyrolean Bodenpersonal und Techniker in AUA-KV laut Albrecht vorerst "kein Thema".

Der Standort der Austrian Airlines (AUA) in Innsbruck soll auf jeden Fall aufrechterhalten bleiben. Dies erklärte Konzernchef Jaan Albrecht am Sonntag am Rande einer Flugzeugtaufe am Innsbrucker Flughafen im Gespräch mit der APA. Man sei derzeit außerdem auf der Suche nach neuen Destinationen, die man in Zukunft von Innsbruck aus anfliegen wird, fügte der CEO hinzu.

Eine Überführung des Tyrolean Bodenpersonals und der Techniker in den AUA-Kollektivvertrag sei vorerst nicht geplant. "Dieses Thema haben wir noch nicht bearbeitet", meinte Albrecht. Anfang Oktober war bekannt geworden, dass alle Bord-Mitarbeiter von der Tochter Tyrolean wieder zur AUA zurückgeführt werden. Die AUA hat ihr fliegendes Personal vor rund zwei Jahren zwangsweise vom höher bezahlten AUA-Kollektivvertrag in den Tyrolean-KV übergeführt.

Keine Ausgleichszahlungen

Ausgleichszahlungen als solche für entgangene Löhne der vergangenen zwei Jahre werde es jedoch nicht geben, sagte Albrecht. "Es wird für alle betroffenen Mitarbeiter eine Abfertigung geben, weil sie ja die Tyrolean verlassen", erklärte der Konzernchef. Wie hoch diese Abfertigungen sein werden, wollte Albrecht jedoch noch nicht bekannt geben. Sicher sei jedoch, dass die Rückstellungen der AUA für die Auszahlungen reichen werden, fügte er hinzu. Trotz eines schwierigen Umfelds aufgrund der Ukraine-Krise, anderer Konfliktherde und der Zahlung der Abfertigungen ging Albrecht davon aus, dass die AUA auch 2014 "positiv bleiben wird".

Die Flotte der AUA wurde um vier Flugzeuge des Typs Dash 8-400 erweitert. Diese sollen ab dem Winter 2014 für die Swiss fliegen. Diese Flottenerweiterung soll unter anderem auch den Technik-Standort in Innsbruck stärken, meinte Albrecht.

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