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Einsparungen
12/06/2012

AUA: Bis zu 100 Jobs wackeln

In Verwaltung, Technik und Flugbetrieb sollen Doppelgleisigkeiten beseitigt werden.

Nach dem Betriebsübergang von der AUA auf die Regionaltochter Tyrolean möchte Jaan Albrecht nun auch Doppelgleisigkeiten in Verwaltung, Technik und Flugbetrieb aufräumen. Der AUA-Chef erhofft sich dadurch Einsparungen in Höhe von rund 15 Mio. Euro. Diese Bereinigung sei auch mit dem Abbau einer zwei- bis dreistelligen Mitarbeiteranzahl verbunden, wie Albrecht im WirtschaftsBlatt erklärt.

Noch im Dezember sollen jene Einheiten bei Tyrolean und AUA identifiziert sein, die zusammengelegt werden. Für die Mitarbeiter, die 2013 abgebaut werden, solle mit dem Betriebsrat eine sozial verträgliche Formel gefunden werden. Zum Jahresbeginn 2013 startet die Zusammenlegung der bisher getrennten Verwaltungsorganisationen. Der Standort Innsbruck soll erhalten bleiben. Es gebe dort eine spezielle Expertise in der Technik und im Flugbetrieb, "die wir aufrechterhalten wollen", sagte Albrecht.

Kosten sparen

Aktuell hält die AUA bei 5.700 Mitarbeitern. Das als Vorgabe der Konzernmutter Lufthansa zu erfüllende Ergebnissteigerungsprogramm beträgt 260 Mio. Euro pro Jahr. Herausfordernd ist laut Albrecht neben der Integration der unterschiedlichen Kulturen die "Aufrechterhaltung der Erlösqualität" bei einem Kapazitätswachstum von 4 Prozent.

Heuer habe die AUA eine 12-prozentige Kostenreduktion und eine Erlössteigerung geschafft. Im Vergleich zu den anderen Konzern-Airlines wie Lufthansa, Swiss oder Brussels Airlines stehe Austrian nach der bisherigen Restrukturierung kostenmäßig gut da, findet Albrecht. Ziel sei es aber, gegenüber Billigairlines konkurrenzfähig zu sein.

Dass die AUA trotz fortgeschrittener Sanierung nicht über dem Berg ist, wie Lufthansa-Boss Christoph Franz sagte, sieht auch Albrecht: "Wir werden heuer operativ unbereinigt noch leicht negativ sein, was aber eine wesentliche Verbesserung zum Vorjahr ist." Dank Sondereffekten aus dem Betriebsübergang zu Tyrolean werde ein Gewinn von rund 50 Mio. Euro ausgewiesen. Benchmark sind für Albrecht aber die unbereinigten Zahlen, weil diese die Realität darstellten.

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