Der deusches Schauspieler Udo Kier ersetzt Gert Voss.

© REUTERS/DANNY MOLOSHOK

Altes Geld
07/21/2014

Udo Kier folgt Gert Voss bei Schalko-Projekt nach

Voss' Rolle in der neuen Serie "Altes Geld" wird nach seinem Tod neu gedreht.

Der plötzliche Tod von Schauspieler Gert Voss hat für David Schalkos neue Serie "Altes Geld" eine Änderung notwendig gemacht. Voss hätte in dem Projekt die Rolle eines alternden Patriarchen übernommen. "Die Rolle des Patriarchen ist mittlerweile neu definiert und mit Udo Kier besetzt", teilte der ORF am Montag der APA mit. Für den deutschen Schauspieler fällt schon heute, Montag, die erste Klappe.

Rolle zu fragmentarisch

Bereits gedrehte Szenen, für die Voss vor der Kamera gestanden ist, werden hingegen nicht verwendet werden können. Das hielt Regisseur Schalko in einem Nachruf für das Nachrichtenmagazin profil und die deutsche Tageszeitung Welt am Sonntag fest. "Leider blieb seine Arbeit an der Rolle zu fragmentarisch, zu sehr Ahnung, zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen, als dass man an eine Einbettung in die Geschichte denken könnte. Zu vieles fehlt, was wir im Sommer gedreht hätten. Und so bleibt sein Patriarch eine Fantasie, die nur ein sehr kleines Publikum von dreißig Leuten am Set teilen durfte."

Mit Udo Kier ("Nymphomaniac", "My Own Private Idaho") konnte ein Schauspieler mit großer Filmerfahrung gewonnen werden. Kier ist einer der wenigen Deutschen, die sich auch in Hollywood einen Namen gemacht haben. Er spielte in rund 160 Filmen, arbeitete eng mit Rainer Werner Fassbinder, Andy Warhol, Christoph Schlingensief und Lars von Trier zusammen und stand mit Größen wie Bruce Willis, Nicole Kidman und Michael Caine vor der Kamera.

Ofczarek schlug Voss vor

Bei dem Projekt mit von der Partie ist auch das "Braunschlag"-Duo Robert Palfrader und Nicholas Ofczarek, wobei letzterer Voss für die Rolle empfohlen habe. "Er blickte auf ein erfülltes Theaterleben zurück. Nur die große Sehnsucht Film war weitgehend unerfüllt geblieben. 'Altes Geld' sollte das ändern, eine Art Krönung seines Schaffens auf diesem Gebiet werden", so Schalko: "Denn seine Lust war ungebändig. Vor allem jetzt, da seine große Sehnsucht Film endlich in Erfüllung zu gehen schien. Er musste sein Leben lang mehr absagen, als sich mit gutem Gewissen annehmen ließ. 'Für eine Soko lass ich keinen Othello laufen', hatte er mir einmal gesagt."

Bilder aus der Karriere von Gert Voss

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