Prozess Dominic Heinzl gegen News

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Heinzl-Prozess
06/07/2013

Prügelei mit Sido: Gutachter erklärt Heinzls Umfaller

Nach dem Disput mit Sido klagt Heinzl "News". War sein Umfaller eine „Schwalbe“? „Nein“, sagt ein Mediziner.

von Nihad Amara

Freunde waren sie nie – Gesellschafts-Reporter Dominic Heinzl, 49, und Rüpel-Rapper Sido, 32. Am Küniglberg war die intime Feindschaft bekannt. Sie führte dazu, dass Heinzl den Juror der Show „Die große Chance“ gar nicht interviewen durfte. Ein Kollege war dafür abgestellt.

Am 19. Oktober 2012 gab es dennoch „Feindberührung“. Die beiden gerieten aneinander – oder besser gesagt: Sidos Faust traf Heinzls Kopf. Dieser torkelte noch zwei Schritte und ging rund zwei Sekunden später zu Boden. Eine Woche später berichtete News in einer Titelstory unter der Schlagzeile „Watschn-Sido: So hat ihn Heinzl reingelegt“. Mehr oder weniger unverhohlen wird darin darauf angespielt, dass Heinzl eine glatte „Schwalbe“ hingelegt hätte. Der Moderator klagte wegen übler Nachrede.

„Ich bin den Spott und die Häme leid“, erklärte er gestern am Wiener Landesgericht. Sido blieb dem Verfahren fern. Parallel läuft ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen ihn.

Bilder: Sidos verbale Ausrutscher

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Dominic Heinzl, Chili TV, Interview

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Boxer als Zeuge

Warum aber fiel Heinzl so spät um? Mehrmals wurde das Video des Eklats abgespielt. Sein Anwalt Michael Rami zeigte noch zwei Box-Videos von K.-o.-Schlägen. Und ein Kickboxer – Ramis Trainer – sagte aus: „Das ist mir auch schon passiert.“

Licht ins Dunkel versuchte Rechtsmediziner Christian Reiter zu bringen. Als Ursache machte er nicht den Schlag, sondern die „Fluchtreaktion“ aus. Heinzl konnte auf die Demütigung nicht reagieren, weshalb ein Kreislaufkollaps seine Lichter ausgehen ließ („vasovagale Synkope“). Für diesen Befund würden auch die Verletzungen Heinzls sprechen, der „ungebremst“ auf den Boden geknallt sei. Eine „gespielte Ohnmacht“ schloss er aus.

Allerdings streifte der Rechtsmediziner mit seiner Bewertung ein anderes Fachgebiet – die Psychosomatik.

Die News-Anwältin beantragte deshalb einen solchen Gutachter. Überdies sollen die zwei Journalisten, die selbst Augenzeugen waren, aussagen. Laut der Anwältin hätten sie ihre Sorgfaltspflicht erfüllt. Vertagt.

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