Klaus Schweighofer, Vorstandsvorsitzender des Verband Österreichischer Privatsender (c: jungwirth)
Wirtschaft atmedia
05/08/2012

Privatsender lehnen Wrabetz-Wunsch ab

atORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hat sich gegenüber dem Publikumsrat für eine Änderung des ORF-Gesetzes eingesetzt, die die Crosspromotion von ORF III in ORF eins und ORF 2 ermöglichen sollen und über die derzeit erlaubten Sendungshinweise hinaus gehen. Weiters will Wrabetz das von den Kommunikationsbehörden bestätigte Social Media-Verbot mit dieser Änderung bekämpfen. Dieses Ansinnen wird vom Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) als "völlig unverständlich und inakzeptabel" abgelehnt.

Das Crosspromotion-Verbot müsse beibehalten werden, argumentiert der Verband, da jegliche Lockerung und die aus der Marktmacht des ORF resultierende Werbeleistung eine neuerliche Wettbewerbsverzerrung herbeiführen würde. Ein ähnliche Crosspromotion-Kraft ist keinem anderem elektronischen Medium in Österreich möglich.

"Man kann nicht einfach - nur weil man mit einem Gesetz unzufrieden ist - eine Änderung zu seinen Gunsten verlangen", redet Klaus Schweighofer, Vorsitzender des VÖP, Tacheles. Und zu den Social Media-Wünschen des Generaldirektors merkt er an: "Die vorliegenden gesetzlichen Regelungen der Social Media-Aktivitäten des ORF wurden vor zwei Jahren unter dessen Einbeziehung entwickelt. Und sie sind im Sinne des Wettbewerbsschutzes auch geboten." Wenig diplomatisch appelliert er: "Der ORF hat sich nun an diese Regelungen zu halten und keine Aufweichung zu fordern!".

Mehr: Verband Österreichischer Privatsender
eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.