The facade of the New York Times building is seen in New York in this November 29, 2010 file photo. The New York Times Co reported worse-than-expected results October 25, 2012, as advertisers cut spending on both print and digital outlets, sending shares down 12 percent. REUTERS/Shannon Stapleton (UNITED STATES - Tags: MEDIA POLITICS)

© Reuters/SHANNON STAPLETON

Schelte
12/05/2015

"New York Times" kritisiert nach Bluttat Waffengesetze

Die renommierte Zeitung druckt erstmals seit 1920 ihren Leitartikel auf der Titelseite.

Die renommierte US-Zeitung New York Times hat zum ersten Mal seit fast hundert Jahren einen Leitartikel auf ihrer Titelseite veröffentlicht und sich nach dem Attentat in Kalifornien mit 14 Toten fĂŒr schĂ€rfere Waffengesetze ausgesprochen. In dem Artikel "Beendet die Waffen-Epidemie in Amerika"wird ein Verbot bestimmter Waffen und Munition fĂŒr Privatleute gefordert.

Es sei ein "moralisches Verbrechen und eine nationale Schande", dass Zivilisten in den USA legal Waffen kaufen könnten, die "in brutalem Tempo und mit brutaler Effizienz" Menschen töten, schrieb die Zeitung. Sie forderte ihre Leser auf, nach der Bluttat in San Bernardino ihre "Aufmerksamkeit und Wut" auch auf Politiker zu richten, denen die Waffenlobby wichtiger sei als die Sicherheit der BĂŒrger. Diese Politiker unterstĂŒtzten "Möchtegern-Killer, indem sie WaffenmĂ€rkte fĂŒr sie schaffen". Die WĂ€hler erlaubten diesen Politikern, "ihre Jobs zu behalten".

Konkret forderte die New York Times ein Verbot von Waffen wie den leicht verĂ€nderten Sturmgewehren, die auch die AttentĂ€ter von San Bernardino verwendeten, fĂŒr den privaten Besitz.

Tathergang in Kalifornien

Am Mittwoch hatte der 28-jĂ€hrige Syed Farook, ein pakistanischstĂ€mmiger US-BĂŒrger, zusammen mit seiner Ehefrau Tashfeen Malik eine Weihnachtsfeier in San Bernardino bei Los Angeles gestĂŒrmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde. Die AttentĂ€ter hinterließen eine sechs Monate alte Tochter. Am Freitag stufte das FBI die Tat als "Terrorakt" ein, erklĂ€rte jedoch, keine Hinweise auf eine Mitgliedschaft der TĂ€ter bei extremistischen Gruppen zu haben. Der IS bekannte sich wenig spĂ€ter zu dem Anschlag.

Der Angriff war der blutigste in den USA seit dem Amoklauf in einer Volksschule in Newtown, bei dem vor drei Jahren 20 Kinder und sechs Erwachsene getötet worden waren. US-PrĂ€sident Barack Obama mahnte nach dem Attentat erneut eine VerschĂ€rfung der Waffengesetze an. Er war in der Vergangenheit immer wieder mit Initiativen fĂŒr schĂ€rfere Waffengesetze im Kongress gescheitert, wo vor allem die Republikaner nicht am in der US-Verfassung verankerten Recht auf Waffenbesitz rĂŒtteln wollen.

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