© APA/Martin Ruetschi/KEYSTONE

Presseförderung
04/08/2014

"Neue Vorarlberger Tageszeitung" droht Einstellung

Bei Änderung der Presseförderung wurde Zeitung "sofort in die roten Zahlen kippen", sagt Geschäftsführer Markus Raith.

Welch drastische Auswirkungen die mögliche Änderung und Kürzung der Presseförderung für die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" haben könnte, legte deren Geschäftsführer Markus Raith in einer offiziellen Stellungnahme dar. Gerade die künftige Koppelung der Förderung an 17 hauptberufliche Journalisten würde dazu führe, dass "unsere Zeitung aus betriebswirtschaftlichen Gründen eingestellt werden muss".

In dem dreiseitigen, an Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ) gerichteten Schreiben wies Raith daraufhin, dass gerade angesichts der angespannten Situation der Branche und der Unterentwicklung der "Zeitungslandschaft in Österreich im Vergleich zu Nachbarländern" die Presseförderung weiterhin von zentraler Bedeutung sei. Bei der "Neue Vorarlberger Tageszeitung" würde das wirtschaftliche Ergebnis "ohne Presseförderung oder durch eine weitere Kürzung (...) sofort in die roten Zahlen kippen".

Knackpunkt Belegschaft

Die derzeit zwölf angestellten Journalisten seien auch auf die "Kooperation im nationalen und internationalen Bereich mit der 'Kleinen Zeitung' und der Bündelung der eigenen Journalisten auf Vorarlberg" zurückzuführen. Dennoch sei man ein qualitativ hochwertiges Produkt, "das in Leserumfragen Spitzenwerte erzielt". Dass beim Richtwert von 17 hauptberuflichen Journalisten nicht zwischen regionalen und nationalen Titel differenziert werde, widerspreche Raith zufolge "dem verfassungsrechtlich gebotenen Gleichheitsgrundsatz". Zudem gelte bereits jetzt "in den allgemeinen Presseförderungsrichtlinien die Anstellung von sechs hauptberuflich tätigen Journalisten als Fördervoraussetzung".

Der jetzige Gesetzesentwurf würde "Arbeitsplätze und Existenzen vernichten", so Raith weiters. Zwar verstehe man die angespannte Budgetsituation, "für eine Kürzung der Presseförderung in einer Form, die ganz gezielt zwei Unternehmen zur Betriebsaufgabe zwingen wird, fehlt uns allerdings jegliches Verständnis". Daher appellierte der "Neue"-Geschäftsführer an Ostermayer, die geplante Änderung zu streichen und "stattdessen eine medienpolitisch sinnvolle Gesamtreform der Presseförderung umzusetzen".

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