Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende Gruner+Jahr, steht vor der Chance und Herausforderung den Magazin-Konzern gleichzeitig zu transformieren und wieder profitabel zu machen. (c: bertelsmann se & co kgaa)
Wirtschaft atmedia
08/29/2014

Gruner+Jahr mit Umsatzrückgang

de, euDer vor zwei Tagen gemachten Ankündigung Jobs abzubauen folgt nun der damit korrespondierende Ergebnis-Zwischenbericht von Gruner+Jahr. Der, einen Transformationsprozess durchlaufende Medienkonzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2014 908 Millionen Euro Umsatz nach exakt einer Milliarde Euro im vorjährigen Vergleichszeitraum. Dieser Rückgang wird mit der Entwicklung im Zeitschriftengeschäft und mit der erfolgten Portfolio-Bereinigung begründet.

Dafür entwickelt sich das Digitalgeschäft in die richtige Richtung und legt, wie von der Konzernmutter Bertelsmann ausgewiesen wird, "in sämtlichen Märkten zu".

Auf der Ertragsebene schlägt sich die aktuelle wirtschaftliche Situation von Gruner+Jahr mit einem Rückgang des Operating EBIT um knapp 29 Prozent aus. Am deutschen Markt wirkte sich das "rückläufige Zeitschriftengeschäft deutlich auf Umsatz und Ergebnis" aus. Wodurch wiederum bestätigt wird, dass nahezu jeder sechste Arbeitsplatz des Medienkonzerns im Heimatmarkt in den nächsten drei Jahren gestrichen wird.

Das internationale Geschäft von Gruner+Jahr ist ebenso als "rückläufig" klassifiziert. Ausnahme ist Gruner+Jahr Spanien. In dem von Rezession geplagten Markt führten die erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen dazu, dass die dortige Tochter trotz schwächerer Umsatz-Entwicklung ihr Ergebnis steigern konnte.

In Österreich bleiben auch im ersten Halbjahr 2014 sowohl Umsatz als auch Ergebnis unter dem vorjährigen Vergleichsniveau. Eine Tendenz, die sich seit mehr als einem Jahr hält.

Julia Jäkel, Vorstandsvorsitzende von Gruner+Jahr, kontert diese Entwicklung nicht nur mit dem angekündigten Stellenabbau, der Teil eines Kosteneffizienprogrammes in Deutschland sind sondern auch mit einer Produktoffensive im Kern- und Heimatmarkt Deutschland, die sich um Medienmarken wie Gala und Brigitte drehen, die Einführug neuer Titel sowie die Produktion von "einer Vielzahl an Sonderheften" vorsehen und natürlich das Digitalgeschäft forcieren. Derzeit betreibt der Konzern in Deutschland 30 E-Magazins und "über 50 Websites und Apps".

Background: Gruner+Jahr baut Jobs ab - atmedia.at
Dazu: RTL Group unterschreitet Ergebnis-Niveau - atmedia.at
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