Kai Diekmann, Chefredakteur Bild (c: dpa)
Wirtschaft atmedia
09/09/2011

Emotional, laut, grell und austeilend

de"Wir wollen nach dem sehr guten Jahr 2010 auch 2011 mit dem Verkauf der Zeitung so viel Geld verdienen wie nie zuvor. Und wir werden mit der gedruckten Ausgabe noch viele Jahre gutes Geld verdienen". Das was andere Verleger "Printkrise" nennen, kennt Kai Diekmann, Chefredakteur von Bild nicht. In Deutschland ist er der unumschränkte Herrscher im nationalen Boulevard. Auch Online.

"Wir sind seit 2009 die reichweitenstärkste Printmarke im Internet und absoluter Marktführer", erklärt Diekmann im Interview durch das Handelsblatt. Bild.de ist kostenlos, nicht weil die Bild-Zeitung das Online-Portal mitfinanziert, sondern, wie der Chefredakteur darauf hinweist, da "wir beachtliche Werbeeinnahmen lukrieren". Diekmann: "Online gilt: The winner takes it all".

Die digitale Ausgabe der Zeitung ist wiederum nicht kostenlos und wird "heute von mehr als 100.000 Menschen jeden Tag bezahlt" um sie auf mobilen Endgeräten lesen zu können. Diekmann nüchtern: "Die Apps für Tablet-PCs sind heute noch kein grosse Geschäft im Vergleich zu Print. In drei Jahren wird das ganz anders sein." Generell hält er "alle Zeitungen für zu preiswert". Er argumentiert dies an anhand eines Vergleichs: "Für einen Capuccino zahlen sie heute im Cafe mindestens 2,80 Euro. Da sind 70 Cent für eine Zeitung nicht viel." Diekmann schließt "deshalb nicht aus, dass Bild irgendwann einen Euro kosten wird".

Handelsblatt, 8. September, Seiten 24 und 25

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