Wirtschaft atmedia
01/11/2012

Elektronische Medien schwächeln

atWir sind zwar schon im neuen Jahr doch die jüngste Bruttowerbewert-Indizierung mittels Goldbach Electronic Media Index Austria (GEMI) liegt erst für den November 2010 vor. Dessen Verlauf zeigt ein Monat des, im Grunde, starken vierten Werbequartals des Vorjahres, das sich durch stagnierende elektronische Medien und einen leicht wachsenden Gesamtmarkt auszeichnet.

Der GEMI Austria verharrt im November bei 247 Punkten trotz der erfolgten Investitionen in TV-Werbung. Der eine Indexpunkt, der sich aus dem gestiegenen TV-Werbedruck ergibt, verhindert den Stillstand im November nicht. Als Bremser für den GEMI erwiesen sich die Radio- und Online-Werbespendings.

Das Bruttowerbevolumen im Hörfunk ließ, was ja eigentlich eine vertraute Entwicklungsbewegung ist, nach. Die Indexkurve senkt sich um einen Punkt auf 136 Punkte ab.

Wirklich bedenklich ist die Online-Kurve. Der Display-Werbedruckwert gibt um zwei Punkte nach und liegt unter dem einstens definierten Basisniveau von 100 bei 98 Punkten. Eine Entwicklung die klar und deutlich dem Bemühen, in Social Media-Umfeldern Kommunikationserfolge zu erzielen, anzulasten und dem nicht genügend evaluierbaren Spiel mit Risiken in Communities zuzurechnen ist.

Im Gegenzug setzten werbungtreibende Auftraggeber und Media-Agenturen die kommunikativen Sicherheit von Printmedien und Plakaten. Wenig überraschend steigt in diesen Media-Channels mit dem anlaufenden Weihnachtsgeschäft 2011 auch der jeweilige Werbedruck.

Der Print-Wert steigt um einen Punkt auf 246, das Außenwerbung-Index-Niveau um zwei auf 248 Punkte. Kino verliert im November 2011 erstmals nicht sondern hält sein Spending-Volumen so konstant, das sich der Index-Wert bei 118 Punkte einpendelt. Die Gelben Seiten stürzen dagegen um sieben auf 242 Punkte ab.

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