┬ę Screenshot Die Welt

Web-Bezahlmodell
08/07/2013

"Die Welt" zieht positive Bilanz

Ein halbes Jahr nach dem Start des kostenpflichtigen Modells im Internet hat die Zeitung mehr als 47.000 Abonnenten.

Das deutsche Medienhaus Axel Springer hat erstmals Zahlen ├╝ber die Entwicklung der digitalen Abonnements der Zeitung "Die Welt" vorgelegt. Gut ein halbes Jahr nach dem Start des kostenpflichtigen Modells habe Die Welt mehr als 47.000 Abonnenten im Netz. Die Welt hatte im Dezember 2012 als erste ├╝berregionale Zeitung in Deutschland ein digitales Abosystem eingef├╝hrt.

Der Stand Ende Juni entspreche mehr als 20 Prozent der verkauften Auflage der Welt von 227.248 Exemplaren (2. Quartal), teilte Axel Springer am Mittwoch in Berlin mit. Zus├Ątzlich h├Ątten sich 27.000 Print-Abonnenten einen Zugang zu den Angeboten f├╝r PC, Smartphone und Tablet freischalten lassen. Mit dem Bezahlmodell k├Ânnen bis zu 20 Artikel im Monat kostenlos gelesen werden, danach m├╝ssen Leser ein Abo abschlie├čen.

Wachsende Zahlungsbereitschaft

Es gebe eine wachsende Zahlungsbereitschaft f├╝r Journalismus auch in der digitalen Welt, erkl├Ąrte Axel Springer weiter. Mehr als Dreiviertel der Nutzer entschieden sich nach einem Test trotz vieler kostenlosen Alternativen f├╝r die Fortf├╝hrung des Digital-Abos, sagte der Chefredakteur der Welt-Gruppe, Jan-Eric Peters.

Stephanie Caspar, Verlagsgesch├Ąftsf├╝hrerin der Welt-Gruppe, sprach von einer positiven Zwischenbilanz. Mit dem neuen Modell w├╝rden bereits "signifikante" Vertriebserl├Âse bei weiter wachsenden Werbeeinnahmen erzielt.

Springer-Vorstandschef Mathias D├Âpfner will den Konzern nach eigenen Worten zum f├╝hrenden digitalen Unternehmen entwickeln. Vor zwei Wochen hatte Springer den Verkauf der Regionalzeitungen Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost sowie mehrerer Zeitschriften, darunter H├Ârzu, an die Funke Mediengruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) bekanntgegeben.

Nach den am Mittwoch vorgelegten Gesch├Ąftszahlen f├╝r das zweite Quartal 2013 hat Springer R├╝ckg├Ąnge im Printgesch├Ąft nicht ganz mit dem Ausbau der digitalen Aktivit├Ąten kompensieren k├Ânnen. Der Umsatz sei konzernweit leicht um 0,9 Prozent auf 823,7 Millionen Euro gefallen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging auf 171,6 (Vorjahreszeitraum: 172,2) Millionen Euro zur├╝ck.

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