US-Wahl 2012
11/04/2012

Die Wahlnacht als Fernseh-Event

Rund um die US-Wahl legen sich die News-Ressorts der öffentlich-rechtlichen, aber auch der Privatsender ins Zeug und liefern Live- Berichte, Reportagen und Hintergründe.

von Barbara Mader

Als österreichischer Korrespondent in den USA hat man selten das Glück, ein Interview mit dem US-Präsidenten zu bekommen. Der ORF und seine Mitbewerber liefern dennoch ein ansehnliches Programm rund um die US-Wahl.

Am Montag geht es los:

Spiegel TV Österreich

(20.15, Puls 4) Doku, Österreich 2012: USA vor der Wahl – Der Abstieg einer Supermacht.

Who Stole The American Dream?

(23.15, Puls 4), Doku, USA 2011. Ein Rückblick auf die vergangenen 40 Jahre.

Oliver Stone’s W. – Das Leben des George W. Bush

(23.55 Uhr ORF 2). Satirische Filmbiografie mit Josh Brolin als George W. Bush.

Dienstag:

ZIB 2 Spezial

(22 Uhr, ORF 2): Armin Wolf meldet sich live vor dem Weißen Haus in Washington.

Barack Obama

(22.15 Uhr , Servus TV). Große Erwartungen. Doku, F, 2012. Ein Porträt Barack Obamas im Weißen Haus: Sein Kampf gegen die Wirtschaftskrise und seine politischen Gegner.

That’s America

(22.30 Uhr ORF 2). Ein Streifzug durch ein Land begrenzter Möglichkeiten, mit Reportagen der ORF-Korrespondenten in Washington.

Die Wahlnacht im ZDF

(ab 22.45, ZDF). Markus Lanz eröffnet die Wahlparty mit einer Sonderausgabe seiner Talksendung. Bettina Schausten und Christian Sievers liefern kurz vor Mitternacht Ergebnisse, Analysen und schalten zu den "Hot Spots" in den USA. Claus Kleber bricht auf zu einer Reise quer durch die US-Hauptstadt und sammelt Stimmen und Stimmungen.

Die Wahlparty im Ersten

(ab 22.45, ARD). Mit Matthias Opdenhövel und Sandra Maischberger. Zu Gaste sind unter anderem: Philip D. Murphy (US-Botschafter in Berlin), Frank-Walter Steinmeier (SPD), Cem Özdemir (Die Grünen), Henry Kissinger und Harry Belafonte (zugeschaltet).

Weltjournal Spezial

(23.15 Uhr ORF 2). USA: Im Inneren der Macht. Barack Obamas Mitarbeiter erzählen, wie sie die richtunggebenden Entscheidungen des mächtigsten Mannes der Welt erlebten.

Weltmacht USA

(ab 23.55 Uhr, Servus TV). Info die ganze Wahlnacht: Dokus über die USA (u. a. über den ersten Präsidenten George Washington), dazwischen News­flashes. Reporter berichten live aus Washington. Experten analysieren die Geschehnisse der Wahl.

Die Entscheidung

(0.20 Uhr, ORF 2). Der lange Endspurt zur Wahlnacht 2012, präsentiert von Hannelore Veit. Mit Analysen, Debatten, Reportagen, Webdesk-Berichten bis zur Kür des Siegers.

Neue Serie "Veep": "Hat der Präsident angerufen?"

Sie war Elaine: in den 1990er-Jahren wahrscheinlich die lustigste Frau im US-Fernsehen. Die hinreißend bissige, schusselige Elaine, die ewige beste Freundin und einzige Frau, die es in der Kult-Serie "Seinfeld" mit Jerry, Kramer und George aufnehmen konnte.

Jetzt ist Julia Louis-Dreyfus zurück.

In der achtteiligen Comedyserie (ab 13. November, jeden Dienstag, 22.00 Uhr auf Sky) spielt die Emmy-Preisträgerin US-Vizepräsidentin Selena Mayer, die ihrer Sekretärin mehrmals pro Tag dieselbe tragisch-komische Frage stellt: "Hat der Präsident angerufen?"

Mayer steht im Zentrum der Macht – auf dem Abstellgleis. Schon der Serien-Name ist wenig glamourös: "Veep" steht für die umgangssprachliche Abkürzung von VP, Vice President. "Ich weiß wirklich nicht, was so komisch an der Vorstellung sein soll, dass ich das Amt des Vizepräsidenten bekleide", scherzte Louis-­Dreyfus bei der Emmy-Verleihung. "Die Rolle des Vizepräsidenten hängt vollkommen von der Beziehung zum Präsidenten ab", erläutert Autor und Produzent Armando Iannucci die Situation: Umso tragischer, dass der Präsident nichts von Mayer wissen will.

Die frühere Senatorin ist trotz Warnungen als Vizepräsidentin ins Weiße Haus gezogen– eine Sackgasse. Sie hat keine Befugnisse und ist völlig abhängig. Trotzdem stürzt sie sich in Projekte und steigt in jedes Fettnäpfchen. Falsch unterschriebene Kondolenzkarten, die Entdeckung niederträchtiger Spitznamen, ein semantischer Schnitzer mit rassistischem Unterton ...

Mit "The Thick Of It" kreier­te Iannucci 2005 eine vielbeachtete BBC-Satire, die von einem inkompetenten britischen Minister und dessen ungehobeltem PR-Chef handelt. In "Veep" nun karikiert er das Fußvolk im Weißen Haus.

Eine zweite Staffel ist in Vorbereitung.

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