Die CrossMediaReach-Studie von IFES weist erstmals die verknüpfte Print- und digitale Nutzung aus.

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Wirtschaft atmedia
12/04/2014

Print wächst auf digitalen Kanälen

IFES-Untersuchung verknüpft Print- und digitale Nutzung: Krone, Kleine Zeitung und KURIER top.

Erstmals hatte eine Studie die crossmedialen Reichweiten von Print-Titeln untersucht. Die von neun heimischen Zeitungshäusern bei IFES in Auftrag gegebene CrossMediaReach-Studie (CMR) kommt zu dem Schluss: "Print wächst auf digitalen Kanälen", wie es Gabriele Holzleitner (Mediaprint) formulierte.

Das größte Zeitungshaus über alle Nutzungsformen hinweg ist dieKrone. Diese erzielt laut Studie eine CMR-Reichweite von 35,9 Prozent, dieKleine Zeitungfolgt mit 13,2 Prozent, Top Drei ist zudem der KURIER 9,8 Prozent. Dahinter platzieren sichStandardmit 9,2 Prozent, dieOberösterreichischen Nachrichtenmit 6,4 Prozent,Presse(6 Prozent),Tiroler Tageszeitung(4,6 Prozent) sowie dasWirtschaftsBlatt(2,1 Prozent). Die wöchentlich erscheinendenNÖNverbucht 9,8 Prozent. Diese Zeitungen sind als Arbeitsgemeinschaft CMR auch die Auftraggeber der Untersuchung.

Die nun erhobene nationale CMR-Reichweite bei den Kaufzeitungen lag insgesamt bei 66,7 Prozent, der Zuwachs durch reine digitale Nutzung liegt bei 6,3 Prozent und die Doppelnutzung aus Print- und digitalen Angeboten bei 19,2 Prozent.

Methodik

Die IFES-Studie orientiert stark an den vorhandenen Analysen, um eine saubere und vergleichbare Methodik zu gewährleisten. 5505 Menschen ab 14 Jahren wurden dafür befragt, bei knapp 2000 waren es sogenannte Face-to-Face-Interviews. Mit der Untersuchung wolle man "eine Grundwährung" schaffen, wie es Gerhard Valeskini von der Kleinen Zeitung ausdrückte. "Über Marktforschung lässt sich ja ebenso diskutieren, wie über Geschmäcker."

Zwar steht im kommenden Jahr die erste Veröffentlichung des Media Servers an, der alle Mediengattung gemeinsam erheb- und messbar machen soll. "Wir brauchen aber jetzt etwas", betonte Holzleitner, laufe doch der Anzeigenverkauf häufig schon crossmedial. Entsprechend sei die CMR-Studie als "Zusatzangebot an die werbetreibende Wirtschaft" zu verstehen, "um die Wartezeit bis zum Media Server zu überbrücken".

Ein bekanntes Bild zeichnet übrigens auch bei der CMR-Studie die Aufteilung nach Geschlechtern: Frauen weisen demnach eine niedrigere Gesamtreichweite aus und nutzen stärker Print exklusiv. Der Zuwachs der nationalen Reichweite über digitale Zusatznutzung geschieht der Studie zufolge in erster Linie über Männer. Bei bildungsferneren Schichten ist das Wachstum über Online geringer ausgeprägt als bei Akademikern. "Digital exklusiv"-Nutzer sind insgesamt jünger, besser gebildet und mit männlichem Überhang.

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