Anna F. stammt aus der Steiermark, lebt in Berlin und war bereits mit Lenny Kravitz auf Tour

© KURIER/Jeff Mangione

Song Contest
10/04/2014

Anna F. will "alte Muster aufbrechen"

Sängerin Anna F. sucht Kandidaten für den ORF – gute Musiker, die sie entsprechend fördern will.

von Anna Gasteiger

Mit einem "Team von tollen Leuten" fahnden Anna F. und Produzent Alex Deutsch derzeit nach Nachwuchsmusikern, die ab Februar in vier ORF-Shows als mögliche Song-Contest-Teilnehmer präsentiert werden sollen. Im KURIER-Interview erzählt sie, worauf es ihr ankommt.

KURIER: Geht es tatsächlich darum, ein Talent zu entdecken, das den Song Contest gewinnen könnte, oder eher um allgemeine Nachwuchsförderung – weil der ORF eh nicht zwei Mal hintereinander gewinnen will?

Anna F.: Das eine schließt das andere nicht aus, aber es geht mir persönlich auf jeden Fall auch darum, Newcomer zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren eigenen Sound zu finden, mit tollen Leuten zu arbeiten und dadurch eine längerfristige Karriere zu verfolgen

Wie gut ist die Musikszene in Österreich?

Ich finde, dass es hier extrem viele gute Musiker gibt, die oft auch experimentierfreudiger sind als in vielen anderen Ländern und die auch im Ausland immer mehr Aufmerksamkeit kriegen (Bilderbuch, Ja, Panik, Parov Stelar, Soap & Skin etc.)

Tut der ORF genug, um sie zu fördern?

Es gibt genug tolle österreichische Musik, die man auch im Radio spielen sollte! Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Aber genau das ist es ja u. a., was wir jetzt mit dieser Sendung bezwecken und in Angriff nehmen.

Das Format soll "abseits klassischer Castingshows" Unterstützung bieten. Wie nehmen Sie jungen Musikern die Angst, in einer Fernsehsendung verheizt zu werden?

Genau mit so einem Format, das eben keine Castingshow ist. In der Sendung wird versucht produktiv miteinander zu arbeiten, auch gemeinsam zu schreiben, mit tollen Produzenten im Studio an den Songs zu basteln. Die Musik soll im Vordergrund stehen.

Und wenn jemand befürchtet, sich mit einem möglichen schlechten Abschneiden beim Song Contest die Karriere zu versauen – was ja auch schon vorgekommen ist ...

Ich glaube, wenn man gute Musik macht und sich darauf konzentriert, hat man schlimmstenfalls seinen Song und Sound einem Millionenpublikum präsentiert und wird sich dadurch nicht die Karriere versauen.

Was halten Sie persönlich vom Song Contest? Haben Sie einen Bezug dazu bzw. einen Lieblingssong oder -interpreten?

Bisher hat der ESC keine Rolle in meinem beruflichen wie privaten Leben gespielt aber ich sehe das neue Format als Chance, alte Muster des immer-gleichen Sounds aufzubrechen, zumindest mal was den österreichischen Beitrag angeht.

Audition

Wer von dem Scouting-Team rund um Anna F. und Alex Deutsch übersehen wurde, kann sich unter audition@orf.at selbst bewerben. Ab Februar finden vier Hauptabendshows im ORF statt, in denen die Coaches die Kandidaten betreuen. Das Publikum entscheidet schließlich darüber, wer Österreich beim Heim-Song-Contest im Mai vertreten soll.

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