Arbeitslosig­keit sinkt: Junge profitieren

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten besonders die Jugendlichen.
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Hierzulande ist die Arbeitslosigkeit im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen. Im Schnitt waren 253.341 auf Jobsuche.

Erfreuliche Meldung vom heimischen Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosigkeit ist in den ersten sechs Monaten deutlich zurückgegangen. Im Halbjahr waren im Schnitt 253.341 Personen arbeitslos gemeldet, das waren um 12.059 Jobsuchende (- 4,5 %) weniger als noch vor einem Jahr. Inklusive Schulungsteilnehmer ging die Zahl der Jobsuchenden im Vorjahresvergleich sogar um 24.933 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung sank um 0,4 Prozentpunkte auf 7 Prozent.

Mehr Beschäftigte, mehr freie Stellen

Deutlich gestiegen ist im Halbjahr die Beschäftigung: Die Zahl der aktiv Beschäftigten erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent oder 62.452 auf insgesamt 3,282.254 Personen. Beim Arbeitsmarktservice gab es mit insgesamt 226.076 gemeldeten Jobs (plus 9,7 Prozent oder 19.967) einen Rekordzugang an freien Stellen. Am relativ stärksten stiegen die Stellen für Fachkräfte mit Lehrabschluss (plus 12,6 Prozent), gefolgt von Arbeitsplätzen für Personen mit höherer Ausbildung (plus 9,6 Prozent).

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten besonders die Jugendlichen. Foto: Fotolia Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten besonders die Jugendlichen.

"Der Arbeitsmarkt im ersten Halbjahr war ausgesprochen erfreulich. Mit dazu beigetragen hat die niedrige Bauarbeitslosigkeit im heurigen Winter und der kräftige Arbeitslosenrückgang in der Industrie. Die Arbeitslosigkeit in der Sachgüterproduktion erreicht nun beinahe wieder das Niveau der Hochkonjunkturjahre 2007 und 2008", so AMS-Chef Herbert Buchinger.

Branchen und Bundesländer-Vergleich

Die Arbeitslosigkeit ging im Halbjahr in fast allen Branchen zurück. Am kräftigsten fielen die Rückgänge in der Sachgüterproduktion mit minus 20,2 Prozent (minus 6.186 Personen), gefolgt vom Bauwesen mit minus 11,8 Prozent (minus 4.567) aus. Nach Ländern verzeichnete Vorarlberg mit minus 19,6 Prozent den stärksten Rückgang, auf Platz zwei und drei folgten Oberösterreich (minus 13,8 Prozent) und die Steiermark (minus 12,9 Prozent).

Jobs für Jugendliche

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit im Halbjahr profitierten besonders die Jugendlichen (minus 7,1 Prozent oder 2.924). Bei den Älteren ab 45 Jahren ging die Arbeitslosigkeit um 1,4 Prozent oder 1.241 Personen zurück. Im ersten Halbjahr waren im Schnitt 66.721 Personen (minus 16,2 Prozent oder 12.874) in einer Schulung.

(APA / sho) Erstellt am
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