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© APA/AFP/dpa/BORIS ROESSLER

Vergleich
03/15/2017

Arbeitskampfbilanz: Österreicher & Schweizer streiken wenig

Österreicher sind im Gegensatz zu anderen Ländern streikmüde. Freilich könnte es auch sein, dass es keine Gründe für einen Streik gibt.

Der österreichische und der Schweizer Arbeitsmarkt bleiben offenbar ein Hort des Friedens. Wie der internationale Vergleich eines deutschen Forschungsinstituts zeigt, fielen in der Schweiz und in Österreich in den vergangenen Jahren im Jahresschnitt zwei Arbeitstage pro 1.000 Beschäftigte durch Streiks aus.

Dabei wurden für die Schweiz die Jahre 2006 bis 2015 betrachtet, für Österreich die Jahre 2006 bis 2014. Ein sehr niedriges Streikvolumen weisen nach den Angaben des deutschen gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) auch Schweden (5 Tage), Polen (6) und die USA (7) auf.

Arbeitskampfbilanz

In Deutschland wird mit 20 ausgefallenen Arbeitstagen ebenfalls relativ wenig gestreikt, auch wenn die häufigen Arbeitskämpfe in der Luftfahrt etwas anderes vermuten lassen. Spitzenreiter Frankreich jedenfalls kommt allein in der Privatwirtschaft auf rund sechs Mal mehr Ausfalltage (123).

Zu den streikfreudigeren Ländern gehören auch Dänemark (122), Kanada (79) und Belgien (71). Griechenland und Italien fehlen in der Streikbilanz des WSI-Instituts, weil in den beiden Ländern keine Streikstatistik mehr geführt wird.

Die Arbeitskampfbilanz des WSI ist eine Schätzung auf Basis von Gewerkschaftsangaben, Pressemeldungen und eigenen Recherchen.

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