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Wirtschaft
05/10/2012

Apple zahlt für bessere Arbeitsbedingungen

Apple und Foxconn wollen die Arbeitsbedingungen in China verbessern, Gehälter erhöhen und neue Mitarbeiter einstellen.

"Wir sind der Überzeugung, dass die Beschäftigten überall auf der Welt ein Recht auf ein sicheres und faires Arbeitsumfeld haben." Mit diesen Worten kritisierte Apple-Chef Tim Cook Mitte Februar die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern von Apple. Im Jahr 2010 war der größte Zulieferer Apples, Foxconn, in die Schlagzeilen geraten: Mehrere Mitarbeiter nahmen sich das Leben. Die Selbstmorde haben eine heftige Diskussion über die Arbeitsbedingungen beim taiwanesischen Hersteller, die niedrigen Löhne und auch den als "militärisch" beschriebenen Managementstil bei Foxconn ausgelöst.

Apple reagierte, indem es Kontrollen verstärkte. Der Technologiekonzern erhöhte 2011 die Zahl der Inspektionen bei seinen Zulieferern um 80 Prozent. An sich hat Apple seinen Herstellern strenge Arbeitsnormen auferlegt: Demnach gilt eine maximale Wochenarbeitszeit von 60 Stunden und ein Tag pro Woche muss frei sein.

Nun setzt Apple gemeinsam mit Foxconn den nächsten Schritt, die Arbeitsbedingungen zu bessern: Die Gehälter sollen um bis zu 25 Prozent erhöht werden, Zehntausende neue Arbeiter sollen eingestellt und illegalen Überstunden ein Riegel vorgeschoben werden. Zur Entlastung der bestehenden Fabriken soll zudem eine neue Anlage in der chinesischen Inselprovinz Hainan errichtet werden.

Die Anlaufkosten für diese Vorhaben teilen sich die beiden Konzerne. Das bestätigten Spitzenmanager des chinesischen Verbraucherelektronik-Herstellers am Donnerstag. Foxconn fertigt die Hälfte der weltweiten Verbraucherelektronik und baut neben iPhones und iPads auch andere Handys für Nokia.

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