Wirtschaft
19.12.2017

Alpine-Pleite: Gutachten entlastet Ex-Manager

Gutachter stellte Zahlungsunfähigkeit für Zeitpunkt fest, an dem Insolvenzantrag gestellt wurde.

Die Pleite des Bauriesen Alpine Mitte Juni 2013 war eine der größten der heimischen Geschichte. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt dahingehend, wann die Insolvenz für die Verantwortlichen erkennbar war. Ein Gutachten könnte beschuldigte Ex-Manager entlasten, schreibt der Standard heute. Der KURIER berichtete genau über dieses Gutachten bereits im Mai 2017 (siehe Artikel "Ermittlungsver­fah­ren Alpine: Etappensieg für Ex-Manager").

Die Zahlungsunfähigkeit trat demnach erst im Juni 2013 ein.

Der von der WKStA zur Klärung des Themas bestellte Gutachter Gerd Konezny hat festgestellt, dass die Zahlungsunfähigkeit der Alpine Bau GmbH am 18. Juni 2013 eingetreten sei. An diesem Tag wurde auch der Insolvenzantrag gestellt. In der Folge ging auch noch die Dachgesellschaft Alpine Holding pleite.

Der Verdacht der WKStA und von Anlegern in Alpine-Anleihen, die um ihr Geld zittern, ist, dass die Schieflage des Konzerns bereits Mitte 2009 erkennbar gewesen sein soll. Die Insolvenz sei also verschleppt und Gläubiger dadurch geschädigt worden, so der bisher nicht erwiesene Vorwurf.