Wirtschaft
15.01.2018

Air-Berlin-Auktion: Sitze, Serviertrolleys und Schoko

Insolvenzverwalter kann sich auf saftigen Erlös freuen.

Diese Versteigerung wird Luftfahrt-Nostalgiker und Schnäppchenjäger anlocken: Seit Montagmittag wird auf der Homepage des Hamburger Auktionshauses Dechow das Inventar der bankrotten Fluglinie Air Berlin verhökert: First-Class-Sitze, Bord-Geschirr, Business-Class-Decken, Serviertrolleys, Spielzeugkoffer und Wasch-Sets samt Schlafbrillen. Die Auktion umfasst 849 Versteigerungslose, sie endet erst am 2. Februar. Das größte Augenmerk haben Interessenten auf die Serviertrolleys "Driessen Half Size" geworfen. 311 Stück stehen zum Verkauf, in den ersten 50 Minuten der Auktion wurden bereits 762 Angebote abgegeben. Der niedrigste Startpreis betrug 90 Euro, im Schnitt wurden bald 500 bis 650 Euro geboten.

Ein weiterer Renner sind die 107 großteils noch originalverpackten Tablets und iPads. Bei rund 165 Euro lag der Ausrufungspreis, eine halbe Stunde nach Beginn musste schon mehr als das Doppelte geboten werden. Auch für vier Pkw der Marke Smart (Ausrufungspreis: 1500 Euro) gibt es viele Interessenten, hingegen erweisen sich die fünf VW-Caddys (4500 Euro) eher als Ladenhüter. Und für die 13 Doppelsitze gibt es zu Beginn schon zehn Mal so viele Gebote. Auch um die Air-Berlin-Kaffeebecher herrscht ein echtes G’riss. Startpreis: ein Euro. Höchstgebot nach nur 50 Minuten: 40 Euro.