Wirtschaft
01.02.2018

Arbeitslosigkeit sank auch im Jänner

Die Arbeitslosigkeit ging im Jänner zurück, die Zahl der offenen Stellen steig ebenfalls.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im Jänner weiter zurückgegangen. Per Monatsende sank die Zahl der arbeitslosen Personen (inklusive Schulungsteilnehmer) zum Vorjahr um 7,7 Prozent. Insgesamt waren mit Ende Jänner 455.860 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) vorgemerkt, geht aus den aktuellen Arbeitsmarktdaten hervor, die heute unüblicherweise vom SPÖ-Parlamentsklub veröffentlicht wurden.

Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition verringerte sich um 1,2 Prozentpunkte auf 9,5 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Warenproduktion, am Bau, in der Gastronomie und im Handel aus. Deutlich gestiegen ist die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen, und zwar um fast ein Drittel auf 59.103 freie Jobs.

An und für sich gibt es zwischen dem AMS und dem Sozialministerium, das jetzt seit der neuen Bundesregierung von Ministerin Beate Hartinger ( FPÖ) geführt wird, eine Vereinbarung, dass das Sozialministerium die aktuellen Zahlen veröffentlicht. Aus dem Sozialministerium hieß es heute auf APA-Anfrage jedoch, dass die Veröffentlichung auf morgen, Freitag, verschoben werde, weil noch einige Details zu klären wären. Kurz darauf erfolgte eine OTS-Aussendung des SPÖ-Parlamentsklubs mit einem Link zu den Jänner-Zahlen.

Alle Bundesländer profitieren

Das Arbeitsmarktservice (AMS) hat per Ende Jänner in allen Bundesländern weniger arbeitslose Personen (inklusive Schulungsteilnehmer) gezählt. Am stärksten fiel der Rückgang in der Steiermark (-13,6 Prozent), Tirol (-11,3 Prozent) und Oberösterreich (-10,7 Prozent) aus, Am geringsten in Vorarlberg (-3,2 Prozent), Wien (-3,5 Prozent) und Salzburg (-7,3 Prozent).

Österreichweit ging die Zahl der Arbeitssuchenden um 10,2 Prozent auf 379.209 Personen zurück; gleichzeitig stieg die Zahl der Schulungsteilnehmer um 7,1 Prozent auf 76.651 Personen. Während um 4,8 Prozent weniger Frauen ohne Job waren, waren es bei den Männern um 9,5 Prozent weniger.

Ende Jänner waren um 10 Prozent weniger Inländer und um 2,5 Prozent weniger Ausländer in Beschäftigung. Rückgänge wurdenin allen Altersgruppen verzeichnet und - mit Ausnahme von Akademikern (plus 0,2 Prozent) - auch in allen Bildungsschichten.

Auf Branchenebene profitierten der Bau und die Warenherstellung am kräftigsten vom Konjunkturaufschwung, mit Rückgängen von 14,2 bzw. 14,0 Prozent. Im Handel waren um 9,2 Prozent weniger Personen ohne Job, in der Gastronomie um 9,1 Prozent weniger.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer hat in Wien mit 13,5 Prozent bzw. fast 4.000 Personen am deutlichsten zugenommen, in der Steiermark waren es um 8,1 Prozent mehr. Der größte Anteil der Schulungsteilnehmer entfällt auf Personen mit maximal Pflichtschulabschluss; allerdings besuchten im Jänner auch um 16,9 Prozent mehr Akademiker Schulungen.

Bei den gemeldeten offenen Stellen sticht ein Zuwachs von 27,1 Prozent bzw. 938 offener sofort verfügbarer Lehrstellen hervor, während die Zahl der Lehrstellensuchenden um 2,5 Prozent auf 5.846 zurückging. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen um 30,9 Prozent auf 59.103.

Die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit blieb mit 120 Tagen unverändert, die durchschnittliche Vormerkdauer stieg um 11 auf 186 Tage. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen (über 12 Monate) verringerte sich um 7,7 Prozent auf 55.739.