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Volkswagen
05/01/2016

29 Millionen Euro Pension für Martin Winterkorn

Ex-VW-Chef als "Rentenkönig". Autobauer garantiert seinen Vorständen Luxuspensionen.

Der Volkswagen-Konzern hat für ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes mit Stand 2015 fast eine Viertelmilliarde Euro zurückgestellt (243 Mio. Euro), berichtet der Spiegel. Allein die Pension für den wegen des Diesel-Skandals zurückgetretenen Konzernboss Martin Winterkorn hatte Ende 2015 einen Barwert von 28,6 Millionen Euro.

Für Horst Neumann, den Ende November ausgeschiedenen Personalvorstand, weist die Bilanz einen Pensionsbarwert von 23,7 Millionen Euro aus. Dicht dahinter liegt der Winterkorn-Nachfolger Matthias Müller mit einer 22,6 Millionen Euro schweren Pension.

Damit garantiere VW seinen Vorständen so hohe Pensionen wie kein anderes DAX-Unternehmen, schreibt der Spiegel. Allerdings sind die Wolfsburger auch Deutschlands größter Konzern. Laut dem Magazin befinden sich unter den zehn Managern mit den höchsten Pensionszusagen in der deutschen Börsen-Oberliga DAX gleich sechs Vertreter des VW-Konzerns.

Boni-Debatte

Zuletzt hatte das Ringen um einen freiwilligen Boni-Verzicht bei den VW-Vorständen für eine hitzige Debatte im Aufsichtsrat gesorgt. Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble kritisierte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die Haltung der VW-Manager. "Ich habe kein Verständnis dafür, wenn man ein großes DAX-Unternehmen erst in eine existenzbedrohende Krise führt und dann in einer öffentlichen Debatte die eigenen Boni verteidigt", sagte Schäuble.

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