28 systemrelevante Banken

Keine österreichische Bank ist systemrelevant, die italienische Bank-Austria-Mutter Unicredit schon.
Foto: AP_Luca Bruno

Die Ratingagentur Moody´s hat 28 internationale Banken aufgelistet, deren Zusammenbruch das ganze Finanzsystem erschüttern könnte.

Die US-Ratingagentur Moody's Investors Service hat 28 internationale Banken aufgelistet, die ihrer Meinung nach laut Basel III voraussichtlich als "systemrelevant" einzustufen sind und entsprechend hohes Eigenkapital vorhalten müssen. In der Moody's-Liste findet sich keine österreichische Bank aber die italienische Bank-Austria-Mutter UniCredit. Als besonders wichtige Finanzkonzerne gelten unter anderem auch die beiden deutschen Großbanken Deutsche Bank und Commerzbank sowie die Schweizer UBS und die Credit Suisse.

Folgende 28 Banken werden laut Moody's voraussichtlich als systemrelevant eingestuft, berichtete der Börse-Express am Dienstag:

Deutsche Bank AG, Goldman Sachs Group Inc., BNP Paribas SA, Morgan Stanley, JPMorgan Chase & Co., Credit Suisse Group AG, Natixis, Nomura Holdings Inc., CACIB, Citigroup Inc., UBS AG, Bank of America Corp., Barclays Plc, Societe Generale SA, Royal Bank of Scotland Plc, Mitsubishi UFJ Financial, HSBC Holdings Plc, Mizuho Financial Group Inc., Commerzbank AG, UniCredit SpA, Macquarie Group Ltd, Royal Bank of Canada, Banco Santander, SA Wells Fargo & Co., Itau - Unibanco Holding SA, Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), Toronto-Dominion Bank und Standard Chartered Plc.

Zusammenbruch gefährde Finanzsystem

Diese 28 Banken sind nach Ansicht ihrer Aufseher derzeit so groß, dass ihr Zusammenbruch das ganze Finanzsystem ins Wanken bringen könnte. Sie sollen daher mit einem Eigenkapitalaufschlag daran gehindert werden, zu große Risiken einzugehen und noch mächtiger zu werden, hatten der Baseler Ausschuss und der Finanzstabilitätsrat (FSB) unter Führung des nächsten EZB-Chefs Mario Draghi in einem vergangene Woche in Basel veröffentlichten Diskussionspapier erklärt. Sie müssten bis zu 2,5 Prozent an zusätzlichem Kapital ausweisen, sollten die geplanten Regeln schon heute gelten.

Das Financial Stability Board (FSB), das sich aus Regulierern, Notenbankern und Vertretern der Finanzbürokratie der G-20-Staaten zusammensetzt, hatte einen Tag zuvor dem vom Basler Ausschuss erarbeiteten Vorschlag für zusätzliches Kapital zwischen 1 und 2,5 Prozent zugestimmt. Dadurch soll eine weitere Finanzkrise abgewendet werden. Die Banken bekommen noch Gelegenheit, ihre Position dazu darzustellen. Einige Institute hatten schon im Vorfeld betont, dass die strengen Anforderungen die Kreditvergabe und die Konjunktur beeinträchtigen könnten.

(apa / js) Erstellt am
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