Wellness
09.02.2018

Warum man im Flieger Sonnencreme verwenden sollte

Im Flugzeug sollte man nicht auf Sonnencreme verzichten. © Bild: Getty Images/asiseeit/istockphoto

Vor einer Flugreise gilt es einiges zu beachten. Worauf viele unglücklicherweise vergessen: Sonnenschutz aufzutragen, bevor man in den Flieger steigt.

Selbst der erfahrenste Globetrotter dürfte überrascht sein, wenn er erfährt, dass Sonnencreme im Flugzeug ein Muss ist. Der Grund: Obwohl man im Inneren des Flugzeuges ist, ist man dennoch gefährlichen Sonnenstrahlen ausgesetzt, erklärt die New Yorker Dermatologin Marisa Garshick im Interview mit der Zeitschrift Time.

"Obwohl Flugzeugfenster UVB-Strahlung abweisen, können UVA-Strahlen trotzdem durchdringen. Und angesichts der Flughöhe müssen die Strahlen einen viel kürzeren Weg zurücklegen und können so viel intensiver sein und mehr Schaden anrichten", weiß die Expertin.

Wie schädlich die Strahlung an Bord sein kann, haben Forscher 2015 untersucht. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachblatt JAMA Dermatology veröffentlicht. Im Zuge der Studie wurde die UV-Strahlung im Flugzeug mit jener in Solarien verglichen. Die Forscher fanden heraus, dass bei einer Flughöhe von etwa 10.000 Metern eine 56-minütige Bestrahlung der Haut ähnlich schädlich ist wie ein 20-minütiges Sonnenbad im Solarium.

Lichtschutzfaktor 30 verwenden

Zwar sind Piloten und Flugbegleiter wesentlich häufiger der intensiven Strahlung ausgesetzt, auch Passagiere sollten sich jedoch vor jedem Flug eincremen, mahnt die Expertin. Neben Hautkrebs würde dadurch nämlich auch die Hautalterung vorangetrieben.

Garshick empfiehlt einen Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 30 (SPF 30) aufzutragen, und zwar 30 Minuten vor Abflug. Fliegt man länger, muss man alle zwei Stunden nachcremen. Alternativ können (weibliche) Passagiere auch eine Make-up mit Lichtschutzfaktor verwenden. Da viele Foundations jedoch nicht die Kriterien eines echten Sonnenschutzes erfüllen, rät Garshick zusätzlich Sonnencreme aufzutragen, um auf Nummer sicher zu gehen.