Wellness
01.01.2018

Tipps: Wie man im Winter morgens leichter wach wird

Im Interview mit dem Independent erklärt eine Schlafexpertin, wie man in der Früh leichter aus den Federn kommt.

Morgens in die Gänge zu kommen, ist für viele ein mühsames Stück Arbeit. Noch mehr Überwindung kostet das Aufstehen im Winter, wenn es draußen nass, kalt und dunkel ist.

Wie man der Versuchung unter der kuschelig-warmen Decke zu bleiben bestmöglich widersteht, erklärt Schlaftherapeutin Nerina Ramlakhan im Gespräch mit dem Independent.

1. Planung ist das halbe Leben

Um den Start in den Tag hindernisfrei zu gestalten, sollte man am Vorabend vorausplanen. "Man sollte alles am Abend vorbereiten - das Gewand, das Frühstück und so weiter", rät Ramlakhan.

2. Überzeugungsarbeit leisten

Anstatt sich einzureden, ein Morgenmuffel zu sein, sollte man sich selbst mental austricksen. Heißt: Aufhören sich über das Aufstehen zu beschweren, und "sich selbst sagen, dass man sich darauf freut am Morgen aufzustehen und das auch beibehalten". Selbstbeeinflussung sei ein "mächtiges" Tool, so die Expertin.

3. Einheizen

Die richtige Körpertemperatur ist nicht nur für die Schlafqualität ausschlaggebend. Sie spielt auch eine große Rolle beim Aufwachen. Um nicht von der Wärme unter der Decke verführt zu werden, sollte man die Heizung mittels Timer so einstellen, dass sie sich rund zehn Minuten vor dem Aufstehen einschaltet und den Raum vorwärmt.

4. Lichtblicke zulassen

Während Dunkelheit die Bildung des Schlafhormons Melatonin - und damit guten Schlaf - fördert, weckt Sonnenlicht den Körper auf. Tageslicht stellt den Biorhythmus ein und das Gehirn erhält das Signal zum Wachwerden. Ramlakhan empfiehlt, "mit leicht geöffneten Jalousien ins Bett zu gehen" oder in einen Lichtwecker zu investieren und den natürlichen Effekt zu nutzen. Mit einem simulierten Sonnenaufgang wacht es sich nämlich leichter auf.

5. Keine Technik im Bett

Egal ob Fernseher, Tablet oder Smartphone: Gadgets, die schlafstörendes Blaulicht aussenden, haben im Schlafzimmer nichts verloren. Ramlakhan empfiehlt rund 30 bis 40 Minuten vor dem Zubettgehen nicht mehr auf das Display zu schauen. "Das verhindert, dass das Hirn überstimuliert wird, durch das Dopamin, das ausgeschüttet wird, wenn man mit Informationen und Blaulicht bombardiert wird."

6. Schlafnahrung

Wer morgens fit sein will, sollte abends das Richtige essen. Alkohol und Koffein gilt es zu meiden, da dadurch der Tiefschlaf gestört wird. Nach dem Aufstehen sollte der erste Griff nicht zur Kaffeetasse gehen. Ein Glas Wasser versorgt Zellen und Hirn mit Flüssigkeit und sorgt für einen Energie-Kick am Morgen. Nach dem Wasser folgt idealerweise ein Frühstück, "auch das hilft dem Körper energiegeladener in den Tag zu starten."