Wellness
01.06.2016

Wasser hilft beim Abnehmen

Alternative zu Fruchtsäften - sowie: Wie viel Flüssigkeit brauchen wir?

Die Temperaturen steigen, der Durst kommt. Viele Menschen greifen jetzt zu Soft Drinks, gesüßten Tees oder Fruchtsaft, um ihren Durst zu löschen. Keine gute Idee, sagen Forscher. In einer aktuellen Studie des “Journal of Human Nutrition and Dietetics” konnten sie zeigen, dass Wasser der bessere Durstlöscher ist – vor allem, wenn es darum geht, sein Gewicht zu reduzieren oder aber zu halten. Für die Studie analyisierten Forscher der Universität Illinois Daten zu den Ess- und Trinkgewohnheiten von 18.311 Erwachsenen.

Wasser statt Zucker und Fett

Im Durchschnitt tranken die Studienteilnehmer 4,2 Tassen einfaches Wasser pro Tag und konsumierten 2.157 kcal. 125 kcal davon stammten von gesüßten Getränken, weitere 425 kcalvon energiereichen, nährstoffarmen Lebensmitteln. Es zeigte sich, dass jene Studienteilnehmer, die die höchste Menge an simplen Wasser tranken, am wenigsten Kalorien zu sich nahmen. Je mehr Wasser konsumiert wurde, desto weniger Fett wurde gegessen, ebenso sank der Konsum gesüßter Getränke. Wer nur 3 Gläser Wasser mehr pro Tag zu sich nahm, konnte seine Kalorienaufnahme zwischen 68 und 205 kcal pro Tag reduzieren.

Heißt: Wer Getränke durch Wasser ersetzt, ist seltener übergewichtig. Menschen, die abnehmen oder zumindest ihr Gewicht halten möchten, sollten vor dem Essen ein Glas Wasser trinken und sämtliche Süßgetränke dadurch ersetzen.

Wie viel Wasser darf es sein?

Bleibt nur die Frage: Wie viel Wasser pro Tag ist jetzt tatsächlich nötig? Die Formel “Zwei Liter pro Tag” muss man nicht bierernst nehmen. Laut der amerikanischen Akademie der Wissenschaften oder der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gibt es hier einen Spieltraum. Im Durchschnitt sollte jeder an die 1,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, Männer etwas mehr als Frauen. Auch Stillende haben einen erhöhten Bedarf. Viel wichtiger ist es, sich auf sein Durstgefühl zu verlassen. Achtung: Auch Tee und Kaffee gehörten zur täglichen Flüssigkeitsmenge. Früchte enthalten ebenfalls Wasser. Wer sich körperlich betätigt, braucht naturgemäß mehr Wasser als Schreibtischtäter – und natürlich ist die Außentemperatur ein wichtiger Parameter.

Gefährlicher Überkonsum

Und dann kursieren immer wieder auch die Meldungen, dass es schädlich sein könnte, wenn man zu viel Wasser trinkt. Die Fakten: Wer tatsächlich mehr als einen Liter pro Stunde Wasser in sich hineinschüttet, läuft Gefahr, dass seine Nieren kapitulieren und mit dem Ausscheiden der Flüssigkeit nicht mehr nachkommen. Dies ist manchmal bei Marathonläufern der Fall – hier kommt es dann auch zu einer Absenkung der Natriumspiegels im Blut. Die Folgen: Übelkeit, Kopfweh, Zittern. Die sogenannte Hypoatriämie ist gefährlich und kann zum Tode führen. Dabei dehnen sich die Körperzellen aus, was für das Gehirn problematisch wird. Es gerät unter Druck – im schlimmsten Fall treten Krämpfe und Lungenversagen bis hin zum Tod auf. In den USA starb etwa im Jahr 2014 ein 17-jähriger Footballspieler, der während des Trainings 16 Liter Wasser getrunken hatte.

Wie viel Flüssigkeit brauchen wir wirklich?

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