Wellness 07.02.2018

Warum der Kater mit dem Alter heftiger wird

Symbolbild © Bild: Getty Images/iStockphoto/wernerimages/iStockphoto

Ein Mix aus mehreren Faktoren spielt eine Rolle - manche mehr als andere.

Nur drei Gläser Wein nach der Arbeit – und am nächsten Tag kommt man vor Kopfbrummen und Übelkeit kaum aus dem Bett? Es waren doch nur ein paar Drinks – das steckte man früher weg wie nichts!

Mit steigendem Lebensalter verändert sich auch der Körper – und seine Fähigkeit, mit Alkoholkonsum umzugehen. Schon seit längerer Zeit gibt es wissenschaftliche Beweise, dass der Hangover mit steigendem Alter tatsächlich schlimmer wird. Warum dies so ist, dafür gibt es allerdings noch relativ wenige Belege.

Was man weiß: Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren, von denen manche eine stärkere Rolle spielen als andere. Das betonen Forscher des Nationalen Instituts für Alkoholmissbrauch und Alkoholismus in Großbritannien.

Mehr Fett und schlechtere Regeneration

So setzen etwa die meisten Menschen mit steigendem Alter Fett an, während sie gleichzeitig Muskelmasse abbauen. Alkohol wird aber schneller von wasserreichen Zellen abgebaut. Je mehr Fett vorhanden ist, desto länger bleibt der Alkohol im Körper. Weniger Flüssigkeit in den Zellen begünstigt auch ein höheres Risiko für Dehydrierung, wenn man zu viel Alkohol konsumiert.

Dazu kommt, dass der Körper über immer weniger Leberenzyme verfügt, die für den Alkoholabbau wichtig sind. Damit nicht genug: Die vorhanden gebliebenen Enzyme arbeiten überhaupt schlechter als in jüngeren Jahren.

Im Lauf der Jahre funktionieren auch die Regenerationsprozesse des Körpers schlechter. Das macht sich auch nach einer langen Nacht oder bei viel Alkoholkonsum bemerkbar.

Weniger Räusche, heftigere Folgen

Nicht zu vernachlässigen ist laut Wissenschaftlern auch dieser Faktor: Je älter wir werden, desto seltener kommt es generell zu heftigen Räuschen. Trinkt man dann einmal etwas mehr, kommt der Körper mit diesem "Angriff" schlechter zurecht als bei jungen Erwachsenen, die öfter die Nächte durchfeiern - und leidet daher dementsprechend stärker unter den Folgen.

( kurier.at , iteu ) Erstellt am 07.02.2018