Plus-Size-Bloggerin für Fitnessoutfit beleidigt

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Foto: Instagram/Anna O’Brien Anna O'Brien

Eine Fitnessbekleidungsmarke engagierte eine Plus-Size-Bloggerin als Testimonial. Die Frau wurde daraufhin im Netz massiv angefeindet. Der Hersteller reagierte prompt.

Anna O'Brien, ihres Zeichens Plus-Size-Model, ist das neue Gesicht von Academy Sports and Outdoors, ein US-amerikanisches Unternehmen, das auf Sport- und Freizeitkleidung spezialisiert ist. O'Brien promotet derzeit die BCG-Kollektion der Marke, die Fitnessbekleidung in Übergrößen umfasst.

Wie die New Yorkerin auf der Instagramseite des Unternehmens erzählt, habe sie selbst jahrelang mit der Integration von Bewegung in ihr Leben zu kämpfen gehabt. Teilweise sei dies auch den Angstzuständen geschuldet, die damit einhergingen, dass keine Fitnesskleidung in ihrer Größe für sie verfügbar gewesen sei. Dies sei überhaupt eine der größten Hürden für korpulente Menschen, "wenn sie aktiv werden wollen." "Für Frauen, die Übergrößen tragen, ist es fast unmöglich, Fitnessbekleidung in Geschäften zu finden, die passt", so O'Brien. Sie selbst habe "25 Jahre darauf gewartet in Bewegung zu kommen". Nun wolle sie "die kommenden 25 Jahre damit verbringen, Menschen mit unterschiedlichen Konfektionsgrößen zu zeigen, welche Vorteile Sport hat".

Die Bilder des Fotoshootings, die der Hersteller unter anderem auf Instagram teilte, wurden von Tausenden Usern gelikt. Neben anerkennenden Kommentaren unter den Bildern finden sich dort auch kritische Wortspenden. "Das ist ekelhaft. Ihr macht Dicksein zu einer guten Sache, aber die Leute sollten sich schämen, weil sie dick sind", schrieb ein User namens James beispielsweise.

Das ließ man bei Academy Sports and Outdoors nicht auf sich sitzen. In einem Kommentar hielt man fest: "Hallo James, bei Academy glauben wir ganz fest daran, dass jede Frau die gleiche Möglichkeit haben sollte, Sport und die Natur zu genießen. Infolgedessen werden wir weiterhin eine große Bandbreite an Figuren repräsentieren. Wir sind alle unterschiedlich, aber unser Zugang zu einem aktiven Lebensstil sollte genau das nicht sein."

(kurier / pama) Erstellt am
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