Yoga ist auch gut fürs Gehirn

Close up view of happy young woman practicing yoga
Foto: Getty Images/iStockphoto/Pinkypills/iStockphoto Bereits 25 Minuten Yoga täglich verbessern unsere geistigen Fähigkeiten.

Eine kurze Yoga- oder Meditationseinheit pro Tag steigert unsere geistigen Fähigkeiten. Das haben kanadische Forscher jetzt herausgefunden.

Egal ob bei Rückenschmerzen oder Stress: Yoga gilt als gesund und wohltuend. Offenbar profitiert aber auch unser Gehirn davon. Das ergab jetzt eine neue Studie der kanadischen Universität von Waterloo. Bereits 25 Minuten Hatha-Yoga oder Achtsamkeitsmeditation täglich wirken sich positiv auf unsere Handlungsfunktionen und unsere geistigen Fähigkeiten aus.

Bewusster konzentrieren

"Sowohl Hatha-Yoga als auch Achtsamkeitsmeditation konzentrieren sich darauf, Energie auf eine beschränkte Anzahl von Handlungen zu lenken. Wie zum Beispiel auf das Atmen oder das Halten von Körperstellungen. Außerdem hilft es unserem Gehirn, das Weiterverarbeiten von unwichtigen Informationen zu reduzieren", sagt Peter Hall, Studienleiter und Professor an der Universität von Waterloo. "Ein weiterer positiver Effekt könnte sich auch im Alltag zeigen: Menschen  die täglich Yoga  machen, können sich bewusster auf die Dinge konzentrieren, die sie täglich wahrnehmen."

Für die Studie mussten die 31 Teilnehmer in zufälliger Reihenfolge jeweils 25 Minuten Hatha-Yoga praktizieren, achtsam meditieren sowie still lesen. Im Anschluss mussten sie verschiedene Aufgaben erledigen. Nach dem Yoga und dem Meditieren schnitten die Teilnehmer dabei deutlich besser ab, als nach dem stillen Lesen.

Young Woman Doing Yoga Meditation and Stretching E Foto: Getty Images/da-kuk/IStockphoto.com

Verbesserter Energiehaushalt

Die Forscher entdeckten zudem, dass  Achtsamkeitsmeditation und Hatha-Yoga den Energiehaushalt verbessern. Hatha-Yoga alleine hatte aber signifikant stärkere Effekte als nur Achtsamkeitsmeditation. "Es gibt viele Theorien darüber, wieso körperliche Übungen wie Yoga unseren Energiehaushalt und unsere Wahrnehmung steigern", sagt Kimberly Luu, Autorin der Studie. "Diese beinhalten die Freisetzung von Endorphinen, eine erhöhte Durchblutung des Hirns und einen reduzierten Fokus auf negative Gedanken."

Hatha-Yoga ist die häufigste Art von Yoga, die in der westlichen Welt praktiziert wird. Es beinhaltet verschiedene Körperhaltungen und Atmungsübungen kombiniert mit Meditation. Bei der Achtsamkeitsmeditation werden Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen offen beobachtet und akzeptiert. "Auch wenn der meditative Aspekt in diesem Kontext wichtiger ist, wirkt sich Hatha-Yoga auch positiv auf die körperliche Flexibilität und Stärke aus", sagt Hall.

Weitere positive Effekte

Dass sich Yoga positiv auf den menschlichen Körper auswirkt, ist schon länger bekannt: So können körperliche Beschwerden in der Schwangerschaft oder  Regelschmerzen durch Yoga gelindert werden. Doch damit nicht genug: Laut Wissenschaft soll Yoga auch gegen Depressionen und Bluthochdruck helfen.

(Kurier) Erstellt am
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