Viele Maroni in einer großen Pfanne

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Jetzt essen: Maroni als winterliche Wohltat
10/14/2016

Jetzt essen: Maroni als winterliche Wohltat

Der nussig-herbe Geschmack der Maroni ist für viele untrennbar mit der kühlen Jahreszeit verbunden. Gesunde Inhaltsstoffe machen die Esskastanie wertvoll für die Gesundheit.

Bei der Esskastanie, auch Edelkastanie genannt, handelt es sich botanisch gesehen um eine Nussfrucht. Die stärkereichen Maroni, bei denen es sich eigentlich um eine spezielle Weiterzüchtung der Esskastanie handelt, werden traditionell im Herbst und in den Wintermonaten verzehrt. Geerntet werden Maroni, je nach Sorte und Züchtung, nämlich zwischen September und Dezember.

Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt, dass sie allemal das Zeug zum gesunden Grundnahrungsmittel haben.

Was die Maroni kann

Optisch muten die blass-bräunlichen Früchte nicht sehr exotisch an, im Inneren verbirgt sich jedoch eine große Vielfalt an wertvollen Inhaltsstoffen. Neben guten Kohlenhydraten, hochwertigem Eiweiß und Ballaststoffen, enthält die Maroni auch viele Vitamine und Mineralstoffe.

1. Komplexe Kohlenhydrate

Die komplexen Kohlenhydrate machen Maroni zu hervorragenden Sattmachern. Während Weißbrot oder helle Nudeln den Blutzucker schnell in die Höhe treiben, sorgen die Esskastanien für einen langsamen, graduellen Anstieg. Das sorgt wiederum für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl bei stabilem Insulinlevel. Auch das für kohlenhydratreiche Kost typische Energietief bleibt nach dem Verzehr aus.

2. Kaliumreich

Der hohe Kaliumgehalt (ca. 740 Gramm pro 100 Gramm getrocknete Maroni) macht Maroni zu einem basischen Lebensmittel. Kalium neutralisiert überschüssiges Natrium im Körper und fördert die Ausscheidung über die Nieren. Eine hohe Natriumaufnahme durch stark salzreiche Nahrung gilt als Mitverursacher von zu hohem Blutdruck. Senkt man den Natriumspiegel im Blut, so kann man Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herz-Rhythmus-Störungen vorbeugen.

3. Wichtige B-Vitamine

Ohne Vitamin B läuft im Körper gar nichts, da alle B-Vitamine wichtige Regulatoren im Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel darstellen. Maroni liefern vor allem Vitamin B1 und B2. Ersteres ist vor allem für den Kohlenhydratstoffwechsel von Nerven, Gehirn und Muskeln wichtig. Zweiteres spielt eine besondere Rolle bei der Umwandlung von Fetten, Eiweißen und Kohlenhydraten in Nährstoffe.

4. Viel Vitamin C

Auch beim Vitamin-C-Gehalt kann der winterliche Snack punkten. Im Vergleich zu anderen Sattmachern wie Kartoffeln, Linsen oder Soja, liefern Maroni viel immunstärkendes Vitamin C. Studien belegen, dass Vitamin C den Cholesterinspiegel senkt und damit gut fürs Herz ist.

5. Gutes Fett

Auf den Cholesterinspiegel wirken sich Maroni nicht nur wegen des Vitamin-C-Gehalts positiv aus. Auch die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind förderlich.

6. Antioxidatives Potenzial

Die in Maroni enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zeichnen sich unter anderem durch ein hohes antioxidatives Potenzial und eine stark entzündungshemmende Wirkung aus.

Das müssen Sie über Maroni wissen:

Wie erkennt man, ob eine Kastanie frisch ist? Alexander Hengl vom Wiener Marktamt hat drei Tipps: "1. Die Schale muss glatt sein und darf keine Fressspuren aufweisen. 2. Die Marone darf sich nicht eindrücken lassen und 3. sie darf nicht hohl klingen." Auch auf Schimmelbefall sollte man ein Auge haben.

Name: Maroni stammen ursprünglich aus Kleinasien. Die Griechen gaben der Esskastanie den Namen nach der Stadt Kastana am Schwarzen Meer.

Mineralstoffe: Die Esskastanie besteht aus einem hohen Anteil an Linolsäure, die ein Bestandteil der Haut ist. Außerdem beinhalten Maroni wertvolle Mineralstoffe wie Magnesium und Phosphor. Zudem sind die gerösteten Früchte eine kalorienarme Angelegenheit: 100 Gramm haben gerade einmal 210 kcal.

Maroni verderben schnell: Kastanien sind eine heikle Frucht. Bereits am Baum nagen Insekten an der stärke- und zuckerhaltigen Kastanie, durch das Wasserbad nach der Ernte neigen sie wiederum zu Schimmel.

Drei Sorten: Die gewöhnliche Esskastanie (Edelkastanie) ist größer und runder als Maroni. Sie hat eine flache Seite. Die Maroni ist herzförmig, hat eine dreieckige Unterseite und ist kleiner als die Edelkastanie. Dauermaronen zählen zwar auch zur Gruppe der Maroni, aber sie sind meist größer und länger haltbar.

Anbaugebiete: Es gibt nur wenige Anbaugebiete für die Edelkastanie: unter anderem das südliche Burgenland, die Steiermark, das Kärntner Lavanttal sowie die Wachau. Vor Jahrhunderten galten Maroni als "das Brot des kleinen Mannes", weil die getrockneten Esskastanien zu Mehl gemahlen und so unter anderem zur Brotherstellung verwendet wurden.

Österreichweit: Die Zahl der Standler ist in den vergangenen Jahren auf etwa 800 gesunken (2005 waren es noch knapp 1000). Grund dafür ist, dass immer mehr Konsumenten Maroni lieber im Supermarkt kaufen und daheim im Backrohr braten. Dies lässt die Umsätze auf der Straße schrumpfen.

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