Weihnachten
05.12.2016

Backrezepte ohne Zucker, Butter & Weizen

In ihrem neuen Buch stellt Foodbloggerin Veronika Pachala gesunde Backrezepte vor.

Zu Weihnachten entdecken viele die Backlust wieder für sich. Wer heuer lieber ohne raffinierten Zucker, Butter und Weizenmehl zur Tat schreiten möchte, der könnte an Veronika Pachalas Buch "Gesund backen ist Liebe" Gefallen finden. Darin stellt die passionierte Kulinarikerin und Foodbloggerin Rezepte vor, die ihrem gesundheitsbewussten Anspruch und ihrer Genussfreude gleichermaßen entsprechen.

Im Interview mit kurier.at verriet die gebürtige Österrerin, die seit 2013 auf Carrots for Claire bloggt, kürzlich Tipps, wie man altbekannte Rezepturen gesund gestalten kann. Nun stellen wir drei weihnachtliche Backanleitungen aus ihrem neuen Buch vor.

Zimtsterne

20 Minuten Zubereitungszeit + 10–15 Minuten Backzeit

Für 1 prall gefülltes Backblech

200 g gemahlene Mandeln

50 g Erdmandelmehl, alternativ mehr gemahlene Mandeln

50 g Kokosblütenzucker

1–2 TL Zimt

1 EL Ahornsirup

1 Eiweiß

Mehl zum Ausrollen (z. B. Teffmehl)

Birkenpuderzucker zum Bestäuben, alternativ Reissüße in Pulverform (optional)

Außerdem sternförmiger Ausstecher

Zubereitung:

Mandeln, Erdmandelmehl, Kokosblütenzucker und Zimt in einer Schüssel verrühren. Ahornsirup und Eiweiß hinzufügen und zunächst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann mit beiden Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Backofen auf 150 °C Umluft (170 °C Ober-/Unterhitze, Gas Stufe 2) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz 1 cm dick ausrollen. Mit dem Keksausstecher Sterne ausstechen und auf das Backblech legen. Die Zimtsterne im heißen Ofen auf mittlerer Schiene 10–15 Minuten backen oder bis vor allem an der Unterseite eine schöne braune Farbe entsteht. Die Kekse aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Nach Belieben mit Birkenpuderzucker oder Reissüße bestäuben. In einer Blechdose halten sich die Zimtsterne mindestens 2 Wochen.

Tipp: Wer kleine Keksliebhaber versorgt, dem wird zur sparsamen Verwendung von Zimt geraten (s. S. 18). Mit nur 1 Messerspitze Zimt, dafür ½ TL Bourbonvanillepulver im Teig und mit Herz- statt Sternformen ausgestochen, machen die Kekse Groß und Klein das ganze Jahr über Spaß!

Dattel-Chia-Kekse

20 Minuten Zubereitungszeit + 15–18 Minuten Backzeit + 5 Minuten Ruhezeit

Für 22 Kekse

1 Chia-Ei

70 g entsteinte Datteln

1 EL Chiasamen

140 g Dinkelvollkornmehl, alternativ Einkornmehl

40 g Teffmehl, alternativ mehr Dinkelvollkorn- oder

Einkornmehl

40 g gemahlene Mandeln

¼ TL Zimtpulver

½ TL Bourbonvanillepulver

2 EL Ahornsirup

2 EL Pflanzenmilch (s. S. 17)

100 g leicht erwärmtes Kokosöl

Zubereitung:

Das Chia-Ei vorbereiten. Dafür 1 gestrichenen EL Chiasamen mit 3 EL Wasser verrühren. 5–10 Minuten quellen lassen und das Chia-Ei gelegentlich umrühren, da die Samen das Wasser nur so einheitlich aufnehmen. Das Pflanzenei immer erst kurz vor dem Backen in den Teig rühren, da die Samen weiter Flüssigkeit saugen und der Teig sonst unter Umständen trocken wird.

Die Datteln hacken. Den Backofen auf 180 °C Umluft (200 °C Ober-/Unterhitze, Gas Stufe 3–4) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Weitere Chiasamen, beide Mehlsorten, Mandeln, Zimt, Vanille, Ahornsirup und Pflanzenmilch in einer Schüssel mit einer Gabel verrühren. Chia-Ei und flüssiges Kokosöl hinzugeben und alles gut mischen. Den Teig mit beiden Händen kneten, sodass die Chiasamen einheitlich verteilt sind.

Mit den Händen aus dem Teig etwa 22 kleine, mundgerechte Kugeln formen und gleichmäßig auf dem Backblech verteilen. Die Kugeln mit einer Gabel leicht eindrücken. Dabei dürfen die Dattelstückchen zu sehen sein, sie verbrennen nicht. Die Kekse im heißen Ofen auf mittlerer Schiene 15–18 Minuten backen oder bis sie leicht Farbe angenommen haben. Aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen, damit sie nicht brechen. In einer Blechdose halten sich die Kekse etwa 1 Woche.

Tipp: Ganz hervorragend machen sich auch grob gehackte Pekannüsse im Teig! Die Kekse sind perfekt für einen kleinen Kekssnack zwischendurch, zum Tee und überhaupt in der Adventszeit.

Weihnachtstarte mit Chia-Himbeer-Füllung

40–50 Minuten Zubereitungszeit + 15–20 Minuten Backzeit+ 70 Min. Kühlzeit + 30–45 Minuten Auftauzeit

Für 1 Tarte

Für die Füllung

450 g tiefgekühlte Himbeeren

5 EL Chiasamen

2 EL Honig (je nach Süßlust; vegan:

3 EL Ahornsirup oder

4 EL Reissirup)

1 EL Maquipulver (optional)

1 Vanilleschote, alternativ

1 TL Bourbonvanillepulver

Für den Boden

80 g glutenfreies Hafermehl, alternativ Dinkelmehl

40 g Teffmehl, alternativ mehr Hafer- oder Dinkelmehl

90 g gemahlene Mandeln

20 g Erdmandelmehl, alternativ mehr gemahlene Mandeln

1 EL Stärkemehl

¼ TL Nelkenpulver

¼–½ TL Zimtpulver

2 gute Prisen Salz

40 ml Ahornsirup

40 g leicht erwärmtes Kokosöl und mehr für die Backform

Außerdem

Tarteform (22 cm Ø), kleine Ausstecher mit Weihnachtsmotiven

Zubereitung:

Für die Füllung die Himbeeren in einer Schüssel auftauen lassen, dann durch ein Sieb streichen. Soll die Tarte 1–2 Tage halten, die passierten Himbeeren einmal zum Kochen bringen und wieder abkühlen lassen. Wird die Tarte am selben Tag verzehrt, die passierten Himbeeren frisch weiterverarbeiten und mit Chiasamen, Honig und Maquipulver mischen. Die Vanilleschote längs mit einem scharfen Messer einritzen, das Mark auskratzen und in die Himbeermasse rühren. Je nach Süßlust die Füllung mit etwas mehr Honig abschmecken.

Die Masse im Kühlschrank mindestens 1 Stunde kalt stellen, dabei gelegentlich umrühren. Inzwischen für den Boden die trockenen Zutaten verrühren. Ahornsirup und flüssiges Kokosöl mit einer Gabel unterrühren. Den Teig kurz mit den Händen kneten und mit einem Nudelholz zwischen 2 Bögen Backpapier etwa 0,5 cm dünn auf die Größe der Tarteform einschließlich Randhöhe ausrollen. Den Teig samt dem Backpapier auf einem Brett im Kühlschrank 10 Minuten kühlen.

Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze (150 °C Umluft, Gas Stufe 2) vorheizen. Die Tarteform mit Kokosöl einfetten und den Teig vorsichtig hineinheben. Sollte er reißen, lässt sich der Teig leicht flicken. Überstehenden Teig vom Rand entfernen und beiseitelegen. Den Tarteboden mit einer Gabel 5-mal einstechen und im heißen Ofen auf mittlerer Schiene 15–20 Minuten backen, bis er leicht Farbe annimmt.

Inzwischen den restlichen Teig zwischen 2 Backpapierbögen dünn ausrollen, daraus 6–9 kleine Kekse ausstechen und im Ofen die letzten 5–7 Minuten mitbacken. Tarte und Kekse aus dem Ofen nehmen und vollständig abkühlen lassen. Die Himbeerfüllung eingießen, einige Kekse auflegen und den Kuchen sofort servieren. Bleibt etwas übrig oder soll es ihn am Folgetag geben, im Kühlschrank verwahren.

"Gesund backen ist Liebe" erscheint am 5. Dezember 2016. Alle Infos dazu finden Sie hier.