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05.12.2011

Zukunftsvorsorge wächst kräftig

Die Zahl der abgeschlossenen Verträge stieg 2010 auf etwa 1,5 Millionen. Zwei Drittel davon haben eine Laufzeit von mindestens 25 Jahren.

Die prämiengeförderte Altersvorsorge ( Zukunftsvorsorge) wies auch 2010 kräftige Zuwachsraten auf. Mittlerweile hat fast jeder vierte Österreicher unter 60 Jahren einen Vertrag. Bei der Zukunftsvorsorge ist Langfristigkeit gefragt. Knapp zwei Drittel der Verträge wiesen zu Jahresende 2010 eine Laufzeit von 25 Jahren und mehr auf, geht aus der aktuellen FMA-Studie zur prämiengeförderten Altersvorsorge hervor. Mehr als ein Fünftel sei auf Verträge mit mindestens 45 Jahren Laufzeit entfallen.

Die gesetzliche Mindestlaufzeit liegt bei zehn Jahren. Kapitalanlagegesellschaften bieten derzeit nur zehnjährige Verträge an, die Versicherungen deutlich längere Laufzeiten. Am stärksten gewachsen seien im Vorjahr die Zahl der Verträge in den Laufzeitklassen "40 bis 44 Jahre" mit plus 8,9 Prozent sowie "15 bis 19 Jahre" (+8,7 Prozent). Im Bereich "10 bis 14 Jahre" habe das Wachstum dagegen nur 3 Prozent betragen.

Vom verwalteten Vermögen von 5 Mrd. Euro entfielen 4,41 Mrd. Euro bzw. 88,1 Prozent auf Versicherungen und 593 Mio. Euro auf Kapitalanlagegesellschaften. Bei der Vertragszahl hatten die Versicherungen sogar einen Marktanteil von 92,3 Prozent. Das Zukunftsvorsorge-Prämienaufkommen bei den Versicherungen stieg um 10,4 Prozent auf 983 Mio. Euro und legte damit deutlich stärker zu als die verrechneten Prämien in der klassischen Lebensversicherung, die 2010 um 1,6 Prozent wuchsen. Bei den Kapitalanlagegesellschaften gingen die Nettozuflüsse 2010 im Vergleich zum 2009 um 3,0 Prozent auf 89 Mio. Euro zurück.

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