Edin Dzeko brachte Bosnien in Führung.

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WM 2014
06/25/2014

Bosnien verabschiedet sich mit Sieg

Argentinien und Nigeria steigen aus der Gruppe F ins Achtelfinale auf.

Dritter und letzter Spieltag der Gruppe F. Die bereits für das Achtelfinale qualifizierten Argentinier trafen in Porto Alegre auf Nigeria, Iran forderte in Salvador die bereits ausgeschiedenen Bosnier. Es war ein Fernduell zwischen Nigeria und dem Iran um Platz zwei, die Ausgangsposition war klar: Ein Punkt reichte Nigeria zum Aufstieg. Nur bei einer Niederlage der Afrikaner könnte der Iran mit einem Sieg gegen Bosnien Nigeria überholen.

Die Hoffnung des Irans nährte zunächst Bosniens Teamchef Safet Susic, der im letzten WM-Spiel fünf Spieler, die zuletzt Reservisten waren, beginnen ließ. Einer davon war Sturm-Graz-Legionär Anel Hadzic, der somit als einziger Spieler der österreichischen Bundesliga bei der WM zum Einsatz kam.

3. Minute: Die Chancen des Iran wuchsen jäh. Und Lionel Messi gewann im Golfstaat neue Freunde. Der Superstar brachte den zweifachen Weltmeister Argentinien mit einem satten Schuss unter die Latte in Führung, nachdem Nigerias Goalie Enyeama den Schuss von Angel di Maria noch an die Stange ablenken konnte.

4. Minute: Nur etwa 70 Sekunden später verdunkelten sich die Gesichter der Iraner schon wieder. Ahmed Musa traf mit einem sehenswerten Schuss ins lange Eck zum 1:1 für Nigeria. Die alte Ausgangsposition war wieder hergestellt.

23. Minute: Die Hoffnungen des Iran sanken weiter. Bosniens Stürmerstar Edin Dzeko nahm sich aus 20 Metern ein Herz und traf mit seinem linken Fuß per Innenstange ins rechte Eck zum 1:0 für den WM-Debütanten.

24. Minute: Lebenszeichen des Iran. Masoud Shojaei setzt sich im Strafraum durch und zieht ab, trifft aber nur die Latte.

30. Minute: Argentinien gibt gegen Nigeria weiter Gas. Di Maria prüft Enyeama aus 25 Metern, der Keeper kann sich jedoch auszeichnen.

42. Minute: Der Iran taucht etwas ab und Bosnien bekommt das Spiel in den Griff. Vrsajevic lässt nach Dzeko-Traumpass aber eine Riesenchance liegen.

44. Minute: Enyeama kann sich erneut auszeichnen und einen Messi-Freistoß aus dem Kreuzeck fischen.

45+1. Minute: Messi lässt sich zwei Mal bitten, wird selbst gefoult und versenkt den Freistoß aus ähnlicher Position im Eck. Die Chancen des Iran steigen, obwohl dieser zurück liegt.

47. Minute: Wechselbad der Gefühle. Kurz nach der Pause gleicht Nigeria erneut aus. Wieder ist es Musa der so wie Messi seinen zweiten Treffer erzielt.

50. Minute: Wieder steigen die Chancen des Iran, ohne sein Zutun. Rojo trifft per Knie nach einem Eckball zum 3:2 für Argentinien.

59. Minute: Über dem Iran wird es finster. Miralem Pjanic erzielt aus Abseitsposition das 2:0 für die Bosnier. Zwei Minuten später ist der WM-Auftritt von Anel Hadzic zu Ende, er wird ausgetauscht.

63. Minute: Für Lionel Messi ist der Arbeitstag zu Ende. Der Barça-Star hält bei vier Treffern und darf sich für das Achtelfinale ausruhen.

82. Minute: Ein Funken Hoffnung für den Iran. Reza verkürzt auf 2:1, damit haben alle Mannschaften bei der WM ein Tor geschossen. Erstmals seit 1962 hat damit jedes Team in der Vorrunde getroffen und auch zumindest ein Gegentor erhalten.

83. Minute: Vrsajevic begräbt die letzten Hoffnungen der Perser und trifft im Konter zum 3:1.

Argentinien und Nigeria (zum ersten Mal seit 1998) stehen im Achtelfinale.

Nigeria - Argentinien 2:3 (1:2)

Porto Alegre, Estadio Beira Rio, 44.000, SR Rizzoli (ITA).


Torfolge: 0:1 ( 3.) Messi
1:1 ( 4.) Musa
1:2 (45.+1) Messi (Freistoß)
2:2 (47.) Musa
2:3 (50.) Rojo

Nigeria: Enyeama - Ambrose, Yobo, Omeruo, Oshaniwa - Mikel, Onazi - Odemwingie (80. Nwofor), Babatunde (65. Uchebo), Musa - Emenike

Argentinien: Romero - Zabaleta, Garay, F. Fernandez, Rojo - Gago, Mascherano, Di Maria - Higuain (91. Biglia), Messi (63. Alvarez), Agüero (38. Lavezzi)

Gelbe Karten: Omeruo, Oshaniwa bzw. Keine

Bosnien-Herzegowina - Iran 3:1 (1:0)

Salvador, Fonte-Nova-Arena, 40.000, SR Velasco (ESP).


Torfolge: 1:0 (23.) Dzeko
2:0 (59.) Pjanic
2:1 (82.) Ghoochannejhad
3:1 (83.) Vrsajevic

Bosnien-Herzegowina: Begovic - Vrsajevic, Sunjic, Spahic, Kolasinac - Hadzic (61. Vranjes), Pjanic, Besic, T.S. Susic (79. Salihovic) - Dzeko (84. Visca), Ibisevic

Iran: Haghighi - Hosseini, Sadeghi, Montazeri, Pooladi - Teymourian, Nekounam - Dejagah (68. Ansarifard), Shojaei (46. Heydari), Hajsafi (63. Jahanbakhsh)- Ghoochannejhad

Gelbe Karten: Besic bzw. Ansarifard

Alejandro Sabella (Argentinien-Teamchef): "Die Mannschaft hat sich im Ganzen verbessert. Über einzelne Spieler spreche ich nicht gerne. Die Stürmer haben diesmal besser gespielt. Unsere Schwächen diskutieren wir intern. Ich bin sehr zufrieden mit den neun Punkten, aber wir müssen uns weiter steigern."

Lionel Messi (Argentinien-Doppel-Torschütze): "Ich denke schon, dass wir uns verbessert haben, trotz der Gegentore. Wir haben eine gute argentinische Mannschaft gesehen, aber wir wollen natürlich noch mehr zeigen. Der Gegner hat auch gut mitgespielt. Es ist schade, dass wir zwei Gegentore bekommen haben, das müssen wir in den nächsten Spielen besser machen. Es ist bisher eine komische WM mit komischen Resultaten. Wir müssen auf unserem Weg bleiben und mit Ruhe unsere Ziele verfolgen. Es war wunderschön, so viele Landsleute hier zu sehen."

Vincent Enyeama (Nigeria-Tormann): "Gott sei Dank haben wir es in die nächste Runde geschafft, die Freude ist groß. Wir sind keine Politiker, wir machen unseren Job, aber wir hoffen damit auf einen kleinen Effekt zur Besserung des Landes."

Ahmed Musa (Nigeria-Doppel-Torschütze): "Es ist nicht so einfach gegen Argentinien und die besten Spieler der Welt zwei Tore zu machen. Das Wichtigste ist aber, dass wir unter den besten 16 Teams sind. Wir sind unheimlich glücklich, müssen aber jetzt noch härter arbeiten. In der ersten Hälfte haben sie viele Möglichkeiten gehabt, das müssen wir verhindern."

Stephen Keshi (Nigeria-Teamchef): "Ich bin zufrieden, vor allem mit der zweiten Halbzeit. Davor hatten wir zu viel Respekt."

Safet Susic (Bosnien-Herzegowina-Teamchef): "Ich denke, wir wollten den Sieg heute mehr. Denn er war sehr wichtig für uns. Jetzt können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Und es fühlt sich nicht mehr ganz so schlecht an.

Es war mein letztes WM-Spiel. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde irgendwann traurig sein, wenn ich der Mannschaft auf Wiedersehen sagen muss. Aber der Tag ist jetzt noch nicht gekommen."

Carlos Queiroz (Iran-Teamchef): "Respekt für Argentinien, Respekt für Nigeria. Aber meiner Meinung nach hat sich Bosnien als beste Mannschaft der Gruppe nicht für das Achtelfinale qualifiziert. Sie haben heute verdient gewonnen. Wir waren heute am Limit, psychisch und physisch."

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