Und tschüss: Der entthronte Weltmeister flog direkt heim.

© APA/EPA/JUANJO MARTIN

Neubeginn
06/24/2014

Spaniens Superstars vom Blitz getroffen

Nach dem Abschied von der WM wird in Spanien über die Zukunft diskutiert.

Die stolzen Spanier haben zumindest im letzten, bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Australien ihre Ehre gerettet mit einem 3:0 gegen Australien. Ganz ohne Sieg wollte man dann doch nicht heimfliegen, wenn man schon als Weltmeister entthront ist.

Nach dem Schlusspfiff hob man von Curitiba ab und flog auf direktem Weg nach Madrid. Keine Minute länger wollten die Spanier bei dieser verunglückten WM bleiben. Beim Landeanflug auf Madrid gab es dann auf Flug Iberia 2907 den nächsten Schock, denn ein Blitz schlug in die rechte Tragfläche ein. Viele vermuteten sofort eine Explosion, der Pilot gab jedoch Entwarnung und beruhigte Spieler wie Funktionäre.

In Spanien erwartet das Team nun eine Diskussion, wie es mit der "goldenen Generation", die 2008 und 2012 Europameister sowie 2010 Weltmeister geworden ist, weitergeht.

Die wichtigste Frage dabei ist: Was macht Teamchef Vicente Del Bosque? Die Pressekonferenz nach dem 3:0 über Australien klang jedenfalls wie eine Abschiedsrede. "Wir sind die Nummer eins der Weltrangliste. Diese Mannschaft hat Schule gemacht. Und egal wer Trainer ist, die Zukunft ist sicher für den spanischen Fußball." Jedem Spieler schüttelte er nach dem finalen Match die Hand, Andres Iniesta, der Spanien im Finale 2010 zum WM-Titel geschossen hatte, umarmte er wie ein Vater seinen Sohn. Ein Zeichen des Abschieds?

Rücktritte

Del Bosque antwortet auf die Fragen in letzter Zeit nur noch ausweichend. "Es gibt keine Frist. Der Präsident, der Generalsekretär und ich sprechen miteinander und suchen mit Einfühlungsvermögen und Vernunft die beste Lösung für unseren Fußball."

In der Selección muss und wird ein Umbruch stattfinden. Nicht nur, was die Spiel-Philosophie betrifft, vor allem das Personal wird ausgetauscht. Routiniers wie Tormann Iker Casillas, die Spielgestalter Xavi und Xabi Alonso oder Torjäger und Team-Rekordtorschütze David Villa werden wohl in Pension gehen, was die Nationalmannschaft betrifft. "Am liebsten würde ich bis 55 spielen, aber man muss schon realistisch sein", meinte der 32-jährige Villa, der für Spanien in 97 Spielen 61 Tore erzielt hat und künftig für New York City spielen wird.

Dort könnte er sogar mit seinem Kollegen Xavi einen Doppelpass pflegen, denn der schon fix scheinende Transfer von Barcelona nach Katar ist ins Stocken geraten. New York City, im Eigentum von Manchester City, bekundete sofort Interesse am katalanischen Mittelfeld-Mastermind. Es tut sich einiges in Spanien.

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