1:0 - Claudio Marchisio brachte die Italiener in Führung

© APA/EPA/MAST IRHAM

Gruppe D
06/15/2014

Italien besiegt England 2:1

Im Schlagerspiel der Gruppe D setzten sich die Azzurri knapp durch

Wir wollten nicht Italien und wir wollten nicht Manaus – und haben beide bekommen“, hatte Greg Dyke, Präsident des englischen Verbandes, vor dem „Rumble in the Jungle“ bei 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent geseufzt. Der gute Mann wusste, wovon er sprach vor dem erst zweiten Aufeinandertreffen der beiden Teams bei einer Weltmeisterschaft nach dem 2:1 der Italiener im Spiel um Platz drei 1990.

Die Italiener waren auch gestern bemüht, Kontrolle zu übernehmen. Die hohen und weiten Bällen von Altstar Andrea Pirlo auf Mario Balotelli waren zunächst aber kein probates Mittel. Durch Weitschüsse wurden indes die Engländer gefährlich. Beim ersten durch Sterling landete der Ball im Außennetz. Den zweiten von Henderson konnte Salvatore Sirigu parieren. Sirigu? Genau. Der Keeper von Paris Saint-Germain ersetzte Kapitän Gianluigi Buffon, der sich beim Abschlusstraining am Sprunggelenk verletzt hatte. Vom Anfangselan der Engländer ließen sich die Italiener nicht beeindrucken.

Vielmehr versuchten die Azzurri das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Nach Ballgewinn ließ man das Leder zunächst gelassen in den eigenen Reihen zirkulieren. Schnelles Umschalten war des Italieners Sache nicht.
Zugeschlagen hat man dann aus einem kurz abgespielten Eckball. Und Pirlo hätte sich einen Assistpunkt verdient, obwohl er den Ball gar nicht berührt – aber mustergültig für Claudio Marchisio durchgelassen hatte. Der Juventus-Spieler traf aus 25 Metern flach ins Eck – 1:0 (35.). Ein Schock für die gefährlicheren Engländer? Mitnichten. Keine zwei Minuten später glichen sie aus. Toller Pass von Sterling in die Tiefe auf Rooney, der den Ball von links scharf zur Mitte brachte und Daniel Sturridge fand – der Liverpool-Star brauchte nur noch Danke zu sagen.

Vor der Pause hatten die Engländer Glück, als Jagielka einen Balotelli-Heber von der Linie kratzte und bei einem Candreva-Schuss die Stange rettete. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel klingelte es jedoch. Wieder war es Candreva, der sich durchsetzte und auf Balotelli flankte. Per Kopf brachte der Exzentriker die Blauen wieder in Führung – 2:1 (50.).

40 Minuten hatten Rooney und Co., um erneut eine Antwort zu geben. Allein sie reichten nicht. Halbchancen von Rooney und Barkley sowie ein Freistoß von Baines brachten den italienischen Abwehrriegel nicht zum Brechen. Zu clever spielten die Italiener die Führung nach Hause – ein erster Schritt in Richtung Achtelfinale.

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