Pech: Der Bosnier Sead Kolasinac wird nach drei Minuten am Bein getroffen und erzielt ein Eigentor

© REUTERS/TONY GENTILE

Brasilien 2014
06/16/2014

Glanzloser Sieg für Argentinien

Das Team um Lionel Messi besiegte Bosnien-Herzegowina 2:1

Schlechter kann eine Weltmeisterschaft für ein Land, das zum ersten Mal dabei ist, eigentlich nicht beginnen. 130 Sekunden waren gespielt zwischen Argentinien und Bosnien-Herzegowina, da klingelte es schon im Tor des WM-Debütanten. Lionel Messi zirkelte einen Freistoß von links zur Mitte. Der Ball sprang so unglücklich wie es nur geht auf den Fuß von Sead Kolasinac und von diesem ins eigene Tor – 1:0 (3.).

Ein Schock für das junge – erst 22 Jahre alte – Land vom Balkan, das mit einer emotionalen Botschaft ins Turnier gestartet war. „Alles, was wir erlebt haben, ist unsere Motivation und gibt uns zusätzliche Stärke, um denen, die alles verloren haben, ihre Häuser, ihr Eigentum und ihre Sicherheit, den Alltag ein wenig zu erleichtern“, schrieb Kapitän Emir Spahic vor dem Auftaktspiel auf Facebook und gedachte damit an die Hochwasser-Opfer in der Heimat.

An Stärke mangelte es den Kickern des 3,8 Millionen-Einwohner-Landes definitiv nicht. Das schnelle Verlust-Tor steckten die Bosnier weg. Auch von der Kulisse von 74.689 Fans im Maracanã, dem Finalstadion von Rio de Janeiro, das erstmals bespielt wurde, ließ man sich nicht einschüchtern.

Mutig spielten die Bosnier drauflos. Defensiv kompakt, robust in den Zweikämpfen. Die Passivität der Argentinier kam ihnen entgegen. Hajrovic hatte nach herrlichem Pass von Pjanic die Chance auf den Ausgleich, Argentiniens Keeper Romero war jedoch aufmerksam.

Und Messi? Der Superstar, der in seiner Karriere 243 Tore in der Primera División, aber erst eines bei einer Weltmeisterschaft (2006) erzielt hatte? Der war kaum zu sehen, durfte aber weitermachen, während Argentiniens Teamchef Alejandro Sabella in der Pause gleich zwei Mal wechselte. Das Spiel seiner Mannschaft konnte ihm nicht gefallen haben. Viel besser wurde es aber auch mit Higuain und Gago nicht. Zumindest an Kontrolle und Ballbesitz legte man zu. Flüssige Kombinationen oder technische Einlagen? Fehlanzeige.

Doch wie aus dem Nichts schlug es wieder ein im Tor der Bosnier. Und es war Messi, der bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich spazieren gegangen war und plötzlich zu einem Sprint ansetzte. Der 26-Jährige traf von der Strafraumgrenze per Innenstange zum 2:0 – das zweite WM-Tor des Superstars (65.).

Aufgeben war jedoch keine Lösung. Die Bosnier erinnerten sich der kämpferischen Worte ihres Kapitäns und wurden belohnt. Der eingewechselte Ibisevic traf durch Romeros Beine zum 2:1 (85.). Das erste WM-Tor der Bosnier. Mehr sollte dem Neuling aber nicht gegönnt sein. Am Samstag ist Nigeria der nächste Gegner.

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