Pablo Armeros Führungstor versetzte die Kolumbianer in Trance.

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Gruppe C
06/14/2014

Kolumbien fertigt Griechenland ab

Die Südamerikaner landen zum Auftakt der Gruppe C einen verdienten 3:0-Sieg.

In Belo Horizonte wurde am Samstag eine Fiesta Colombiana gefeiert. Und eine ganz besondere noch dazu: 55.000 in Gelb gekleidete kolumbianische Fans waren nach einem 3:0-Erfolg gegen Griechenland in Partylaune. Immerhin waren sie Augenzeugen des höchsten Sieges der "Los Cafeteros" in der WM-Geschichte und das gleich im ersten Spiel nach einer 16-jährigen WM-Pause.

Die erste Partie der Gruppe C war ein Heimspiel für Kolumbien. Und das, obwohl die des Bundesstaates Minas Gerais alles andere als ums Eck liegt. 4300 Kilometer trennen Belo Horizonte und Bogota, die Hauptstadt Kolumbiens. Das ist mehr als die Luftlinie von Wien nach Katar, dem umstrittenen WM-Austragungsort 2022.

Angetrieben von ihren enthusiastischen Fans erwischten die Kolumbianer einen Traumstart im Estadio Mineirão: Fiorentina-Legionär Cuadrado dribbelte sich durch die griechische Abwehr, seine Hereingabe verwertete Pablo Armero – auch weil der Grieche Manolas dessen Schuss unhaltbar abfälschte (5.).

Zehn Jahre nach dem Gewinn der Europameisterschaft mussten die Griechen nun etwas machen, was sie gar nicht gerne tun: Das Spiel gestalten. Aber das gelang überraschend gut. Es ergaben sich auch einige Chancen: Torosidis per Kopf (28.) und Kone (45.) vergaben in der ersten Halbzeit die besten Möglichkeiten.

Effizienter waren die Kolumbianer. Mit einer ungewöhnlichen Standardsituation sorgten sie in der 58. Minute für das 2:0: Aguilar verlängerte einen kurz geschossenen Eckball, Mittelstürmer Gutierrez brauchte den Ball aus kurzer Distanz nur mehr über die Linie befördern. Auf der Tribüne jubelte auch Kolumbiens verletzter Stürmerstar Falcao, den Gutierrez am Samstag erfolgreich ersetzte.

Spannend hätte die Partie nur mehr werden können, hätte Theofanis Gekas die beste Chance der Griechen verwertet: Doch der 34-Jährige köpfelte aus fünf Metern an die Latte (63.). Danach blieb Kolumbien ungefährdet, Monaco-Legionär James Rodriguez fixierte in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand.

"Ich bin sehr glücklich. Weil wir gewonnen haben und weil ich auch getroffen habe. Griechenland ist eine verteidigende Mannschaft, aber wir haben unseren Weg gefunden", sagte Rodriguez und ergänzte: "Die nächsten beiden Spiele werden auch sehr schwer." Neben Kolumbien und Griechenland spielen auch noch Elfenbeinküste und Japan in der Gruppe C.

Kolumbien - Griechenland 3:0 (1:0)

Belo Horizonte, Estadio Mineirao, 57.174, SR Geiger/USA

Tore:
1:0 ( 5.) Armero
2:0 (58.) Guiterrez
3:0 (93.) Rodriguez

Kolumbien: Ospina - Zuniga, Zapata, Yepes, Armero (76. Arias) - Sanchez, Aguilar (68. Mejia) - Cuadrado, Rodriguez, Ibarbo - Gutierrez (76. Martinez)

Griechenland: Karnezis - Torosidis, Manolas, Sokratis, Holebas - Salpingidis (57. Fetfatzidis), Maniatis, Katsouranis, Kone (78. Karagounis) - Gekas (66. Mitroglou), Samaras

Gelbe Karten: Sanchez bzw. Sokratis, Salpingidis

Santos: "Kolumbien war besser"

Jose Pekerman (Teamchef Kolumbien): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg und dem Ergebnis, das ist sehr wichtig für den weiteren Verlauf des Turniers. Wir sind fähig, das Spiel zu machen und Chancen herauszuspielen, das ist eine gute Sache. Wichtig ist, dass jeder seine Arbeit gemacht hat, das bringt Ruhe."

James Rodriguez (Kolumbien, "Man of the match"): "Ich bin sehr glücklich. Zuerst weil Kolumbien gewonnen hat und dann, weil ich auch noch getroffen habe. Griechenland ist eine verteidigende Mannschaft, sehr stark, aber wir haben unseren Weg gefunden. Wir sind ein starkes Team, aber die nächsten beiden Spiele werden auch sehr schwer."

Fernando Santos (Teamchef Griechenland): "Kolumbien war besser. In den ersten fünf, zehn Minuten hatten wir einige Probleme. Da waren wir nicht fokussiert genug. Nach dem ersten Gegentor haben wir gut gespielt, das Spiel kontrolliert. Wir hätten auch ein Unentschieden holen können. Einige der Spieler hatten vergessen, bei welchen Turnier sie sind. Es waren nicht alle, manche waren auch konzentriert. Andere haben gedacht, es ist vorbei."

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