Die Partie zwischen Costa Rica und Griechenland war von Kampf und Krampf geprägt.

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Achtelfinale
06/29/2014

Costa Rica schreibt die Geschichte der WM

Das Überraschungsteam besiegt die Griechen im Elfmeterschießen und steht erstmals im Viertelfinale.

Das Buch der eigenen Fußball-Geschichte wird dicker und dicker. Denn Costa Rica fügt bei dieser WM stets ein neues Kapitel hinzu. Dem Gruppensieg folgte gestern der Einzug ins Viertelfinale. 1990 waren Hernan Medford und Co. ins Achtelfinale vorgedrungen. Jetzt werden sie im Land von den Helden von heute abgelöst, die in Recife Griechenland erst im Elfmeterschießen in die Knie zwangen. Es war kein Leckerbissen, aber auch kein Spiel für schwache Nerven.

Beide Teams wollten partout nicht in die Rollen schlüpfen, in denen man sie vor dem Spiel gesehen hatte. Griechenland agierte gar nicht so defensiv wie befürchtet. Und Costa Rica wagte nicht diesen Hurra-Fußball aus der Vorrunde. Griechenland warf Routine und körperliche Präsenz in die Waagschale, stoppte auf diese Weise die Offensiv-Bemühungen der Ticos.

Die wiederum ließen das Landes-Motto Pura Vida, also das volle Leben, in ihrem Spiel vermissen, kamen nur ganz selten mit guten Aktionen vor das griechische Tor. Gegen Uruguay, Italien oder England hatte Costa Rica die Spiele nicht gestalten müssen, hatte die großen Favoriten mit schwungvollem, leichtfüßigem und begeisterndem Fußball auskontern und schlagen können.

Das Spiel in Bildern:

BRAZIL SOCCER FIFA WORLD CUP 2014

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Greece's Giorgos Karagounis, left, takes a shot du…

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Costa Rica's Oscar Duarte, left, is booked by refe…

Costa Rica's Bryan Ruiz, right, scores the opening…

Costa Rica's Bryan Ruiz celebrates after scoring h…

Referee Benjamin Williams of Australia shows Costa

Costa Rica's goalkeeper Keilor Navas makes a save

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Greece's Papastathopoulos watches as his shot ente

Greece's Sokratis Papastathopoulos, center, celebr…

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Am Sonntag war die Voraussetzung eine andere, Costa Rica selbst war diesmal angehalten, den Takt anzugeben. Harmonisch präsentierte sich das Vorgetragene zunächst nicht. Im Gegenteil, in der an Chancen armen Partie fand Griechenland in der ersten Hälfte die einzige und somit beste Möglichkeit vor, als Salpingidis eine Flanke nach Maß volley nahm, aber an Costa Ricas Goalie Navas scheiterte (37.). Generell befand sich das Geschehen aber im ersten Durchgang auf sehr mäßigem Niveau.

Gleich nach dem Wechsel wurde es turbulent: Griechenlands Samaras prüfte Navas per Kopf (47.). Für Costa Rica wurde das Match zum Wechselbad der Gefühle. Zuerst kam das Hoch mit dem 1:0, als Bryan Ruiz den Ball nach einer Vorlage von Bolaños von der Strafraumgrenze ins lange Eck schob (52.). Die Ticos legten nach, hätten sogar einen Elfmeter erhalten müssen nach einem Handspiel von Torosidis.

Zitterpartie

Doch dem Hoch folgte das Tief mit Gelb-Rot für Verteidiger Duarte, was den Sieg kostete. Denn Sokratis glich in der 91. Minute aus und erzwang eine Verlängerung, in der Mitroglou in der 121. Minute den Matchball vergab. Ein Elfmeterschießen war die logische Folge. Und da hielt Navas den Schuss von Gekas, Umana behielt die Nerven und schoss Costa Rica ins Viertelfinale. Dort wartet am Samstag in Salvador de Bahia die Niederlande. Bis dahin wird in Costa Rica durch gefeiert.

Costa Rica - Griechenland 1:1 n.V. (1:1, 0:0) - 5:3 im Elfmeterschießen

Recife, Arena Pernambuco, 41.242, SR Williams (AUS)
Tore:
1:0 (52.) Ruiz
1:1 (91.) Sokratis

Elfmeterschießen:
1:0 Borges trifft
1:1 Mitroglou trifft
2:1 Ruiz trifft
2:2 Christodoulopoulos trifft
3:2 Gonzalez trifft
3:3 Holebas trifft
4:3 Campbell trifft
4:3 Gekas vergibt (gehalten)
5:3 Umana trifft

Costa Rica: Navas - Gamboa (77. Acosta), Duarte, Gonzalez, Umana, Diaz - Ruiz, Borges, Tejeda (66. Cubero), Bolanos (83. Brenes) - Campbell

Griechenland: Karnezis - Torosidis, Manolas, Sokratis, Holebas - Salpingidis (69. Gekas), Karagounis, Samaris (58. Mitroglou), Maniatis (78. Katsouranis), Christodoulopoulos - Samaras

Gelb-Rote Karte: Duarte (66./wiederholtes Foulspiel)

Gelbe Karten: Tejeda, Granados (auf der Bank), Ruiz, Navas bzw. Samaris, Manolas

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