Andreas Herzog an der Seite von Jürgen Klinsmann. Die US-Boys starten gegen Ghana ins WM-Tunier.

© EPA/MIKE THEILER

USA gegen Ghana
06/16/2014

Für Herzog wird es ernst

Der österreichische Assistent und sein deutscher Chef Klinsmann sind guter Dinge.

Bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 schaltete der viermalige Afrika-Meister Ghana jeweils die Nationalmannschaft aus den USA aus. Vor acht Jahren in Deutschland besiegelte ein 1:2 gegen die Westafrikaner das Vorrunden-Aus, beim Turnier 2010 in Südafrika jubelten die Black Stars im Achtelfinale und schickten die US-Boys mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung heim.

"Die USA waren zwei Mal in 50:50-Situationen unterlegen. Jetzt liegt es an uns, das zu ändern", sagte Jürgen Klinsmann, der deutsche Teamchef der US-Nationalmannschaft.

Schnellstart gefragt

Wenn man in Gruppe G bestehen will, sollte ein Sieg Pflicht sein. Sechs Stunden vor der Partie duellieren sich die Gruppengegner Deutschland und Portugal. "Wir wollen zum Start gleich drei Punkte holen", sagte deswegen auch Andreas Herzog. Österreichs Rekordinternationaler ist Assistent von Jürgen Klinsmann.

"Das erste Spiel ebnet den Weg, es wird das härteste Spiel des Bewerbs", erklärte Ghanas Mittelfeld-Antreiber Kevin-Prince Boateng, der wegen seiner chronischen Kniebeschwerden zuletzt nur eingeschränkt trainieren konnte. Dennoch dürfte der 27-jährige Schalke-Profi in der Startformation von James Kwesi Appiah gesetzt sein. Der 53-jährige Ex-Teamspieler ist der erste einheimische Trainer, der das Land zu einer WM führte. Den Job hat er allerdings nur bekommen, weil die ausländischen Kandidaten abgesagt haben. Vor zwölf Jahren hatte Ghana mit Emmanuel Akwasi Afranie den letzten ghanaischen Trainer. Danach holte der Verband vier Serben, zwei Deutsche, einen Franzosen und einen Italiener. Erst jetzt ließ man mit Appiah wieder einen Assistenz- und Nachwuchstrainer aus den eigenen Reihen zum Chef aufsteigen. In ihn hat aber der Verband inzwischen Vertrauen gewonnen und seinen Vertrag sogar schon vorzeitig verlängert. Zuletzt wurde Appiah für seine Verdienste von einer Universität in Mississippi zum Ehrendoktor der Sportpsychologie ernannt.

Torjubel trainiert

Als solcher ließ er seine Spieler im Teamcamp in Maceió schon einmal den Torjubel trainieren. "Wir haben drei oder vier Varianten", verriet Appiah, weil er ja hinter verschlossenen Türen trainieren ließ. "Die Spieler müssen entscheiden, welche sie wählen. Aber wir hoffen, während des Turniers alle präsentierten zu können."

So locker war er aber nicht immer in der Vorbereitung auf die Endrunde. "Das Timing ist falsch. Wir sind wie Krieger im Lager, die sich auf den Kampf vorbereiten. Verurteilungen werden das Team eher ent- statt ermutigen", sagte der 53-Jährige, nachdem seine Mannschaft den vorletzten WM-Test 0:1 gegen die Niederlande verloren hatte und dafür kritisiert worden war. Im letzten Test gab es übrigens ein 4:0 über WM-Starter Südkorea.

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