Giorgio Chiellini hat Luis Suarez verziehen.

© REUTERS/TONY GENTILE

Biss-Opfer
06/27/2014

Chiellini: Strafe für Suarez zu hart

"Meine Gedanken sind bei Luis und seiner Familie", schreibt das Biss-Opfer auf seiner Homepage.

Italiens Teamspieler Giorgio Chiellini empfindet die Sperre gegen Luis Suarez als zu hart. Der Verteidiger, der von Uruguays Top-Star im WM-Spiel am Dienstag in die Schulter gebissen worden war, bezeichnete die dafür verhängte Zwangspause von vier Monaten und neun Länderspielen für den Liverpool-Legionär als "exzessiv".

Mittlerweile empfindet Chiellini Mitleid für Suarez. "Ich hege keine Gefühle der Schadenfreude, der Rache oder des Zorns gegen Suarez. Meine Gedanken sind bei Luis und seiner Familie, weil sie vor einer schwierigen Zeit stehen", schrieb der 29-jährige Juventus-Spieler auf seiner Homepage. Nach der heftigsten Strafe der WM-Geschichte zog sich auch der Glücksspielanbieter 888poker als Sponsor des Uruguay-Stars zurück. Angesichts seiner Aktion im Spiel gegen Italien habe man entschieden, die Partnerschaft mit Suarez umgehend zu beenden, sagte ein Sprecher am Freitag.

Gelandet

Unterdessen ist Suarez am Freitag in seinem Heimatland eingetroffen. Ein Privatflugzeug habe ihn von Natal zu einem Militärflughafen in Montevideo geflogen, wo er von Präsident Jose Mujica empfangen worden sei, berichteten örtliche Medien. Anschließend sei Suarez ins Haus seiner Mutter in einem Badeort in der Nähe der uruguayischen Hauptstadt gefahren. Er hatte keinen Kontakt zur Presse und verließ den Flughafen in Eile.

Am Donnerstagabend hatten Mujica und Hunderte Fans vergeblich am Flughafen auf den Stürmer gewartet. Das Flugzeug landete am Freitag in der Früh (Ortszeit) elf Stunden später als erwartet. Am Samstag wollte sich Suarez zusammen mit Familie und Freunden das Achtelfinalspiel gegen Kolumbien im Fernsehen anschauen.

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