Kuck mal, wer da winkt: Andreas Herzog begrüßt die Deutschen.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Interview
06/25/2014

Herzog über die Mentalität der US-Boys

US-Assistent Andreas Herzog über Absprachen, Analysen und Amerika.

von Wolfgang Winheim

Als Spieler kam er zwei Mal zur WM, doch nie ins Achtelfinale. Das könnte dem österreichischen Rekord-Internationalen Andreas Herzog als Assistent von Jürgen Klinsmann am Donnerstag mit dem US-Team gelingen.

KURIER: Werden Sie in Brasilien auf Gijon angesprochen, wo sich 1982 Österreicher und Deutsche auf einen Aufstieg geeinigt haben? Eine Situation, die nun zwischen USA und Deutschland möglich ist.

Nein. Ich gehe nämlich bei der WM nie zu Pressekonferenzen. Aber ich kann versichern: Die amerikanische Mentalität, speziell die von unseren Boys, eignet sich nicht, um auf einen Punkt zu spielen.

Auf dem Papier aber sind die Deutschen Favorit. Sie haben einen Tag mehr Zeit zum Regenerieren gehabt und kaum angeschlagene Spieler.

Das vermitteln wir den Jungs nicht. Wir sind nach dem Spiel am Amazonas um fünf Uhr Früh zurück nach São Paulo gekommen. Einen Tag später saßen wir schon wieder im Flugzeug Richtung Recife. Doch keiner jammert. Wir lassen negative Gedanken nicht aufkommen.

Hat Torjäger und Kapitän Clint Dempsey wirklich einen Nasenbeinbruch?

Wir wollen darüber nicht ausführlich reden. Unsere deutschen Freunde sollen nicht alles wissen.

Was wissen Klinsmann und Sie von den Deutschen?

So ziemlich alles.

Mexiko und Costa Rica, die Gegner des US-Teams in der Qualifikation, schafften souverän den Aufstieg ins WM-Achtelfinale. Überrascht Sie das?

Die Mexikaner schafften die Qualifikation nur, weil wir in der letzten Minute des letzten Spieles das Siegestor in Panama erzielt haben. Das brachte den USA in Mexiko viele Sympathien ein. Bei der WM haben die Mexikaner bisher beeindruckend gespielt. Nur glaube ich nicht, dass sie in Europa ähnlich stark gewesen wären.

Dringt die Fußball-Begeisterung, die die USA erfasst hat, bis zur Mannschaft durch?

Die Begeisterung haben wir schon in Jacksonville, wo 55.000 jubelten, gespürt. Mittlerweile sind auch die TV-Quoten sensationell. Bei unserem Match gegen Portugal sahen fast 23 Millionen zu.

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