Thema 05.12.2011

Schaumwein, Perlwein, brut, dry usw.

Hintergrundinformationen zum Kauf von Sekt & Co.: Wofür welche Fachbegriffe stehen.

Schaumwein darf unter der Bezeichnung "Sekt" oder "Qualitätsschaumwein" in Verkehr gebracht werden und gilt als das hochwertigere Produkt. Rechtlich gesehen unterscheidet das österreichische Weingesetz in Perlwein mit einem Kohlensäuredruck zwischen 1,0 und 2,5 bar und in Schaumwein, mit einem Überdruck von mindestens 3,0 bar. Der Hauptunterschied ist aber, dass Perlwein Kohlensäure zugesetzt werden darf, während Schaumwein die Kohlensäure durch Flaschengärung erhalten muss.

Winzersekt steht für Qualitätsschaumwein aus einem bestimmten Anbaugebiet, sofern die Trauben aus dem eigenen Weingut stammen und auch dort verarbeitet werden. Weiters muss die Versektung durch traditionelle Flaschengärung erfolgen. Nach der Füllung von Sektgrundwein muss dieser mindestens neun Monate ununterbrochen im selben Betrieb mit Hefekontakt lagern und durch Degorgieren von der Hefe getrennt werden. Dabei wird die abgestorbene Hefe aus dem Flaschenhals entfernt.

brut, sec, doux...

Auf jeder Flasche Schaumwein sind Angaben über den Zuckergehalt des Produkts zu finden. Ganz trocken ist brut nature mit einem Zuckergehalt unter drei Gramm pro Liter. Extra brut oder extra herb gilt für einen Bereich von 0-6 g/l. Brut alleine steht für einen Zuckergehalt von unter 15g.

Extra dry, extra trocken oder extra secco kann mit 12 bis 20 g schon ein wenig süßer ausfallen. Sec, trocken, secco, asciutto, dry, secco stehen dann schon für 17-35 g Restzucker. Demi sec, halbtrocken, abboccato, medium dry, semi sec für 33-50 g. Und - wie der Name schon sagt - wird es hier schon richtig süß: doux, mild, dolce, sweet, dulce: über 50 g Restzucker

Erstellt am 05.12.2011