So sieht Freude aus: Matthias Mayer.

© Reuters/LEONHARD FOEGER

Abfahrt
02/09/2014

Nachgefragt beim goldenen Mayer

"Im Endeffekt ist es für mich nicht um viel gegangen", sagt der Abfahrts-Triumphator.

Sie wurden nach den Trainings zu einem der Topfavoriten gestempelt, hat Sie das auch nicht belastet?

Mayer: "Von allen Seiten hab ich gehört, dass der Sieg nur über den Bode und mich führt. Aber das hab ich locker weggesteckt."

Wie kann man sich diese Lockerheit auch an so einem wichtigen Tag wie dem Sonntag bewahren?

"Im Endeffekt ist es für mich nicht um viel gegangen. Klar wollte ich eine Medaille machen, aber ich hab mir einfach leichter getan als sonst. Vor zwei Wochen in Kitzbühel hab ich mir sehr viel vorgenommen und war übermotiviert - dieser Schuss ist nach hinten losgegangen. Daraus habe ich gelernt. Ich war heute nicht nervös, bin brutal locker ins Rennen gegangen und hab mich nur auf die Sache konzentriert, die ich zu tun hatte."

Vor vier Jahren in Vancouver sind Österreichs Alpin-Herren ohne Medaille geblieben. Wie war die Stimmung diesmal vor den Spielen innerhalb der Mannschaft?

"Vor vier Jahren bin ich noch FIS-Rennen gefahren und hab geschaut, dass ich bei der Junioren-WM mithalten kann. In den letzten zwei Jahren hab ich dann wirklich ein gewaltiges Schäuferl zugelegt. Der Sieg heute ist aber nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft wichtig. Das nimmt sehr viel Druck. Vor allem von uns Abfahrern, wir sind sehr viel kritisiert worden. Jetzt hat der Hannes (Reichelt, Anm.) Kitzbühel gewonnen, und Olympia-Gold ist auch unser. Jetzt dürfte sich die Kritik erledigt haben."

Die österreichischen Abfahrts-Olympiasieger

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Winner Austria's Mayer greets second-placed Italy'

Wie wichtig war Ihr Vater Helmut in Ihrer bisherigen Karriere?

"Natürlich sehr wichtig, vor allem in der Kindheit und im Jugendalter. Er hat mich zum Skifahren gebracht und mir gezeigt, wie es geht. Aber in den letzten Jahren war mir wichtig, dass ich mein eigenes Ding mache."

Ihr Vater war nicht beim Rennen, Ihr Bruder Lucas und Ihre Mutter Margret hingegen schon. Wie war die erste Reaktion Ihrer Mutter?

"Sie hat mir vor lauter Tränen in den Augen nicht einmal gratuliert."

Ihr Leben dürfte sich mit dem heutigen Tag doch recht deutlich verändern.

"Das weiß ich noch nicht, das kann ich jetzt noch nicht einschätzen. Ich hoffe, dass sich nicht viel in meinem Leben ändert."

Aber ist Ihnen schon bewusst, dass Sie jetzt in einem Atemzug mit Kärntner Landsleuten wie Franz Klammer oder Fritz Strobl genannt werden?

"Nein, auf keinen Fall, aber klingen tut's nett. Aber natürlich ist mir schon bewusst, welche Bedeutung so ein Erfolg in einem Land wie Österreich hat. Dieser Druck hemmt auch immer wieder viele junge Läufer, ich hab ihn aber heute zum Glück nicht verspürt."

Ihre eigentliche Spezialdisziplin, der Super-G, kommt noch. Auch da können Sie der Schnellste sein.

"Ja, das kann sein. Aber das ist jetzt nicht mehr unbedingt notwendig. Aber klar, ich werde mich auch im Super-G reinhauen und probieren, eine Medaille zu holen."

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