Teenager machen Zeitung
05.10.2017

Wie Teenager wählen würden - und warum

Bei der KURIER-Aktion "Teenager machen Zeitung" verrieten 22 Schüler, was ihnen in der Politik wichtig ist.

Mehr als zwei Drittel dieser Erstwähler wissen schon, wen sie wählen. Der „Teenager machen Zeitung“-Tag im KURIER war zugleich auch fiktiver Wahltag für 22 Mädchen und Burschen der Handelsschule ibc-: Hetzendorf. 16 der 22 Teenager gaben ihre Stimme ab.

Das Ergebnis: Acht wählten die Kanzlerpartei SPÖ, für Sebastian Kurz’ ÖVP stimmten fünf Schüler, zwei waren für die Grünen und ein/e Schüler/in für die Freiheitlichen. Das Ergebnis ist überraschend eindeutig, aber nicht repräsentativ.

Wohnort Österreich: Eine darf wählen, die andere nicht – warum wählen wir SPÖ?

Wir, Schülerinnen der Handelsschule ibc-: Hetzendorf, sind beide in Österreich geboren und leben in Wien. Trotzdem darf nur eine von uns beiden wählen.

Ich, Hatice Ekmen, 18 Jahre alt, habe die österreichische Staatsbürgerschaft. Ich finde die Wahlen spannend, da jeder der Parteien gute Argumente mitbringt und sich von der besten Seite zeigen will.

Nicht jeder Spitzenkandidat steht zu seinem Wort. Im Wahlkampf muss jeder versuchen, sich durchsetzen. Erst nach der Wahl zeigt sich, ob sie die Versprechen einhalten können. Ich will mich an der Demokratie beteiligen, deswegen nehme ich seit zwei Jahren an den Wahlen teil.

Ich, Sara Kedra, 17 Jahre alt, kann leider nicht bei den Wahlen mitmachen, da ich keine österreichische, sondern die polnische Staatsbürgerschaft habe. Trotzdem würde ich gerne wählen gehen, weil ich in Österreich geboren wurde und hier lebe. Ich bin weder ein Parteimitglied, noch politisch engagiert, dennoch schaue ich mir die Diskussionen im Fernsehen an und verfolge den Wahlkampf in Sozialen Medien wie Facebook. Über aktuelle Ereignisse informiere ich mich online.

Alle Parteien kämpfen sich mit ihren Themen durch, deshalb ist es wirklich schwer zu erkennen, welche am besten zu einem passt. Weil uns die Argumente der SPÖ mehr angesprochen haben, ist unsere Entscheidung auf sie gefallen. Obwohl die Grünen für Gerechtigkeit sind, finden wir die Ideen der SPÖ viel ansprechender, weil sie sich für Lohngerechtigkeit für Frauen und ebenfalls für ein gerechtes Gesundheitssystem einsetzt. Sara Kedra

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