© Andreas Tischler

Star-Visagistin in Wien
06/16/2014

"Schöne Looks langweilen mich"

Yasmin Heinz über das perfekte Make-up und die größten Schmink-Fehler.

Mit 22 Jahren traf Yasmin Heinz erstmals auf den berühmten Vogue-Fotografen Lance Staedler. Sie sollte sich ein Make-up zum Thema amerikanische Ureinwohner einfallen lassen. Eine Aufgabe, die sie, dank Bildern aus alten Büchern und ihres Selbstbewusstseins meisterte. Sie ging einen ungewöhnlichen Weg, holte sich von der Straße Erde und zerstampfte Kreide. Anschließend bemalte sie die Körper der Models mit dem selbstgemischten Schwarz und Weiß, erzählt Heinz im Gespräch mit dem KURIER. Heute zählt sie zur Weltspitze der Make-up-Artisten, bietet Workshops an und arbeitet für große Modehäuser wie Victoria’s Secret oder Chanel, sowie international bekannte Stars – darunter Carla Bruni-Sarkozy und Diane Kruger.

KURIER: Wann haben Sie zum ersten Mal jemanden geschminkt?
Yasmin Heinz: Bei meinem ersten Mal habe ich ein großes Desaster verursacht. Ich sollte für einen Faschingsumzug in meinem Heimatdorf eine Tigerbemalung schminken. Das habe ich verzweifelt an meiner Mutter versucht. Es ist dermaßen misslungen, dass sie zu Hause blieb.

Wie kam es dazu, dass Sie Visagistin wurden?
Ich habe schon immer gemalt. Zu erst an meinen Zimmerwänden, dann in der Garage auf einer Leinwand. Ich war ein unruhiges Kind und das Malen hat mir einen Ausgleich verschafft. Später wurde ich die Assistentin eines Make-up-Artisten am Kieler Opernhaus. Dort wurde es etwas ganz Normales für mich, nicht mehr die Leinwand, sondern Gesichter zu bemalen.

Ihre Inspirationsquellen?
Überall, auf der Straße, in der Natur oder in der Kunst. Man muss nur die Augen aufmachen. Aber auch andere Make-up-Artisten inspirieren mich.

Setzen Sie lieber ausgefallenes oder klassisches Make-up um?
Beides, es ist mir auch egal, ob ich sonntags oder auf der Hoteltoilette schminke. Mit meinen Pinseln in der Hand bin ich der glücklichste Mensch der Welt.

Wie lange dauert ein gutes Make-up? Ist ein junges Gesicht schneller geschminkt als ein älteres?
Natürlich, weil die Leinwand glatt ist. Aber ich rechne immer ein bis eineinhalb Stunden ein, egal ob jung oder alt.

Wie viel freie Hand haben Sie bei einem Auftrag?
Wenn ein Nude-Make-up verlangt wird, muss ich schon dabei bleiben. Aber jeder Make-up-Artist zeichnet sich durch eine gewisse Handschrift aus. Deshalb versuche ich selbst einen Nude-Look mit einem Yasmin-Touch zu versehen, der meist ein Punchy-Make-up ist.

Was ist ein Punchy-Make-up?
Ich mag keine zu schönen Looks, die langweilen mich. Ich mag es, wenn irgendetwas in dem Make-up nicht stimmt oder nicht zusammenpasst. Gold wird oft mit Dunkelbraun oder Schwarz geschminkt, ich würde es mit einem Burgunder-Ton kombinieren.

Was ist das oberste Gebot beim Schminken?
So wenig Grundierung wie möglich und eine wunderbare Feuchtigkeitscreme als Basis.

Make-up-Desaster von Stars?
Zu viel Puder und zu viel Grundierung kommen sehr oft vor. Vor allem wird meistens der Hals vergessen.

Das Schlimmste, das bei einem Make-up passieren kann?
Mascara auf der Haut und ausgelaufener Lippenstift. Fatal ist auch Asymmetrie beim Lidstrich.

Ein einfacher Trick, womit man viel erreicht?
Das meist gekaufte Produkt der Welt ist Mascara. Warum? Weil damit die Augen sofort betont werden. Außerdem gehören Concealer und ein roter Lippenstift in jede Handtasche.

Was macht einen Mann schöner?
Männer schminke ich sehr viel weniger als Frauen. Ich verwende eine getönte Tagescreme, ein wenig Mascara und gebe Lipgloss auf die Lippen und Augenlider. Das lässt das Gesicht strahlen. Ganz wichtig sind auch gut gekämmte Augenbrauen, damit sie nicht so buschig sind.

Schritt für Schritt zum tollen Make-up

Gewinnen Sie den perfekten Look

Einmal ein perfekte, typgerechtes Styling bekommen oder mit den Geheimnissen einer Star-Visagistin selbst zum Hobby-Profi in Sachen Schminken werden. Jetzt haben Sie die Chance dazu. Der KURIER verlost:

- ein Hair- & Make-up-Styling von headQuarters (www.headquarters.at)

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Schicken Sie dazu einfach bis 22. Juni 2014 eine Mail an onlinefreizeit@kurier.at und mit ein bisschen Glück erstrahlen Sie schon bald im neuen Look.

Teilnahmeschluss: 22. Juni 2014

Die Gewinner werden schriftlich verständigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinnspielveranstalter ist die KURIER RedaktionsgmbH & Co KG, Tel.: 01/52 100-2360, eMail: onlinefreizeit@kurier.at. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Der Sachpreis kann nicht in bar abgelöst werden. Der Kauf des KURIER ist nicht Bedingung. KURIER-Mitarbeiter sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Teilnahme nur für Verbraucher im Sinne des KSchG.

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