Style 29.11.2016

Wie Outlet-Stores ihre Kunden täuschen

Auf den ersten Blick ein Schnäppchen © Bild: Getty Images/Vetta/PeopleImages/istockphoto

Der deutsche Fernsehsender WDR hat im Zuge von Recherchen Erstaunliches herausgefunden.

"Statt 300 Euro nur 49 Euro" - solche Aufschriften bringen die Augen von Modefans beim Einkaufen in Outlet-Stores zum Leuchten. Dass nicht immer alles so ist, wie es scheint, brachte nun der Fernsehsender WDR ans Licht.

Ware wird eigens für Outlet produziert

Vor allem bei den "Originalpreisen" sollten Kunden vorsichtig sein. Denn diese entsprächen laut Experten aus der Modebranche nicht der Realität. Kurz: Oft sei das Produkt gar nicht so viel wert, wie angegeben. Der große Preisunterschied, der das Produkt auf den ersten Blick wie ein Schnäppchen wirken lässt, sei somit geschummelt - und das Kleidungsstück eigentlich kaum oder nur ein wenig günstiger.

Insider verrieten außerdem, dass in Outlet-Stores nicht unbedingt die Originalware landet. Für die Schnäppchenläden würde extra Ware produziert, die eine schlechtere Qualität hat, als die Stücke aus dem regulären Verkauf. Beispiele hierfür seien schlechterer Stoff und weniger gute Verarbeitung. Auch bei teureren Details wie beispielsweise Innentaschen würde fleißig gespart.

Für die WDR-Recherche wurde unter anderem ein Polo-Shirt von Hugo Boss gekauft, welches mit einem Originalpreis von 89,95 Euro ausgezeichnet war und für 62,95 Euro gekauft wurde. Im regulären Handel konnte das Modell jedoch nirgendwo gefunden werden. Seitens des Modekonzerns wurde schließlich bestätigt, dass man vereinzelt direkt für Outlets Ware herstelle. Auch Marc O'Polo und Tom Tailor bestätigten diese Vorgehensweise.

( kurier.at ) Erstellt am 29.11.2016