Style
23.10.2017

Wie man die neuen Strumpfhosen trägt und pflegt

Seventies-Muster, Netzoptik und kräftige Farben liegen im Trend. Experten verraten, wie man Laufmaschen vermeidet.

Ursprünglich war es eigentlich für Zahnbürsten gedacht. Doch dann fand die Chemiefirma DuPont eine bessere Verwendung für Nylon – und brachte 1940 die erste Strumpfhose auf den Markt. Innerhalb von Stunden sollen fünf Millionen Stück verkauft worden sein. Auch 77 Jahre später hat die zarte Beinbekleidung nicht an Popularität eingebüßt.

Für die kalte Jahreszeit haben sich die Hersteller von den aktuellen Modetrends inspirieren lassen und Strumpfhosen im Stil der Siebziger Jahre entworfen. Die Modelle mit Zick-Zack-Muster werden am besten zu schlichten Kleidern und Röcken kombiniert. Samt findet sich heuer in Form von kleinen Details auf Strümpfen wieder und blickdichte Varianten bieten mit einer Farbpalette von Bordeaux über Petrol bis Curry viel Auswahl.

Netzoptik bleibt

"Seit mehreren Saisonen sind Netzstrumpfhosen wieder sehr angesagt", sagt Eva Steinmetz, Produktmanagerin bei Palmers. Als verruchtes Accessoire an Marlene Dietrich in "Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" bekannt geworden und viele Jahre später von Punks zum Mode-Statement erkoren, darf die Netzstrumpfhose heute auch zu schicken Cocktailkleidern oder zerrissenen Jeans gestylt werden. Bürotauglich ist sie jedoch nicht.

In der Arbeit kommt nach wie vor der hautfarbene Klassiker am häufigsten zum Einsatz. Im gehobenen Management, der Versicherungsbranche, dem Bankwesen und in Anwaltskanzleien ist er größtenteils ein Muss, wie Stilberaterin Maria Hüngsberg weiß. Ihr Tipp: Matte Varianten glänzenden vorziehen – und letztere der Freizeit vorbehalten.

Schöner Nebeneffekt bei Modellen in Hautfarben: "Sie können kleine Unebenheiten und Makel verschwinden lassen." Rötungen und Besenreiser werden jedoch nur mit der passenden Nuance unauffällig kaschiert. "Einen Ton dunkler als die eigene Hautfarbe wählen", rät Hüngsberg. Am Handrücken lässt sich dieser im Geschäft am schnellsten austesten.

Laufmaschen adé

Absolute No-gos sind laut der Modeberaterin ausgeleierte Strumpfhosen und Laufmaschen. Letzteres lässt sich nur durch einen sorgsamen Umgang mit dem feinen Nylon vermeiden. "Dazu gehört auch, dass man seine Hände und Füße gut pflegt ", sagt Hüngsberg. Mit eingerissenen Fingernägeln bleibt man hängen und bei sehr dünnen Modellen kann schon eine raue Ferse zur Laufmasche führen. Damit die neuen Strumpfhosen den Winter ohne Schaden überstehen, sollten sie idealerweise mit der Hand gewaschen werden. Fehlt dazu die Zeit oder Lust, können sie in einem Beutel bei niedriger Temperatur in die Waschmaschine.

Beide Expertinnen empfehlen, Strumpfhosen immer getrennt von anderen Kleidungsstücken aufzubewahren, damit Reißverschlüsse und Haken das dünne Material nicht beschädigen können. Ein kleiner Karton eignet sich laut Maria Hüngsberg besonders gut – dann sieht die Strumpfware nicht nur am Bein hübsch aus.