Style
17.08.2017

US-Magazin verbannt den Begriff "Anti-Aging"

"Allure"-Chefredakteurin Michelle Lee will negative Assoziationen mit dem Altern nicht mehr fördern.

"Die Art und Weise, wie wir über das Altern denken, ändert sich damit, wie wir über das Altern reden", schreibt Michelle Lee in einem aktuellen Brief an ihre Leser. Darin verkündet die Chefredakteurin des Magazins Allure, dass sie künftig nicht mehr den Begriff "Anti-Aging" in ihrer Publikation verwenden werde. Denn dieser würde - ob bewusst oder unbewusst - vermitteln, dass das Altern etwas sei, das man bekämpfen müsse.

Auf Ausdrucksweisen achten

Vor allem im Zusammenhang mit Frauen über 40 würden mehrheitlich Sätze fallen, wie: "Sie sieht gut aus...für ihr Alter" oder "Sie ist wunderschön...für eine ältere Frau". Lee fordert ihre Leserinnen dazu auf, das nächste Mal auf ihre eigene Ausdrucksweise zu achten und einfach "Sie sieht großartig aus!" zu sagen.

"Ich werde nicht lügen und sagen, dass alles am Altern toll wäre", schreibt die Journalistin. "Wir sind mit 18 nicht dieselben wie mit 80. Aber wir müssen damit aufhören, auf unser Leben wie auf einen Hügel zu blicken, auf dem wir ab 35 nur noch unkontrolliert nach unten rollen." Sie hoffe, dass alle irgendwann an einen Punkt kommen, an dem Schönheit nicht nur als etwas für die Jungen gesehen wird - der Verzicht auf den Begriff "Anti-Aging" soll ein erster Schritt in diese Richtung sein.