Style
01.02.2018

Wiener Modelabel Göttin des Glücks vor dem Aus

Firmengründerin Lisa Muhr hat auf Facebook einen letzten Appell gestartet.

Der Konkurrenzkampf wird in der Modebranche immer härter - das bekommt jetzt auch das Wiener Modelabel Göttin des Glücks zu spüren. Mit einem emotionalen Video auf Facebook versucht Firmengründerin Lisa Muhr ihr Label, welches für seine ökologische und fair produzierte Kleidung bekannt ist, vor dem Aus zu retten. "Ich bitte euch, dieses Video zu Ende anzusehen", so die Designer gleich zu Beginn des Clips.

"Katastrophe!"

Die Grundgröße der Firma, bei der sich die Einnahmen und Ausgaben ökonomisch ausgehen, habe man seit der Gründung vor über zehn Jahren noch nicht erreicht. "Die Produktion der Mode ist sehr teuer", so Muhr im Video. Kundinnen seien ausgeblieben und die Eröffnung des sechsten Shops im ersten Bezirk sei ein Flop gewesen. "Katastrophe! Er hat uns nur Geld gekostet, anstatt Geld gebracht." Dann seien Probleme mit einem Produktionspartner hinzugekommen und Lieferverzögerungen seien die Folge gewesen.

"Wir hatten eineinhalb bis zwei Jahre riesengroße Probleme und wir waren trotzdem auf einem Aufbauweg", so die Wienerin. Man habe schlechte schlechte Bilanzen geschrieben und bekomme bei der Bank keinen Überziehungsrahmen mehr. "Wenn es nur nach mir gegangen wäre, hätte ich längst den Hut draufgehaut. Die Mode ist ein Scheiss-Business." Die Liebe zur Mission der fairen Mode sei für ihr Team dennoch oberste Priorität.

Die Modebranche sei für Investoren nicht attraktiv genug gewesen, weshalb man die Firma nun mit der Gründung einer Genossenschaft retten wolle. Bis Ende Februar ist noch Zeit einen Anteil ab 100 Euro zu erwerben. "Wenn ihr wollt, dass es weiterhin giftfreie Mode und die Göttin des Glücks gibt, nehmt bitte 100 Euro oder gerne mehr in die Hand, und werdet Mitglied in der göttlichen Genossenschaft." Sollte dies nicht gelingen, wisse sie nicht, ob es das Label danach noch geben wird.