Style
05.09.2016

Der neueste Jeans-Trend kommt aus der Ukraine

Ksenia Schnaider steckt hinter dem aktuellen Denim-Hype - und ist nicht die einzige Ukrainerin, die sich in der Modewelt einen Namen gemacht hat.

Paris, New York, London und Mailand - diese vier Städte gelten als Trend-Schmieden schlechthin. Kiev hingegen ist kein Ort, an den man in Verbindung mit innovativen Looks denkt. Zu Unrecht, wie Designerin Ksenia Schnaider mit ihren Entwürfen beweist. Ihre trendigen Jeans haben sich zu den neuen Lieblingen von Modebloggern und Redakteuren gemausert.

Mix aus Glocken- und Röhrenjeans

Der Schnitt der Denim-Kreationen ist ungewöhnlich und vielleicht genau aus diesem Grund so beliebt: An den Oberschenkeln weit geschnitten, werden die Hosen ab dem Knie so eng wie ein Röhrenmodell. Der von sämtlichen Marken inflationär eingearbeitete Schlitz am Knie durfte beim "Demi-Cut" auch nicht fehlen.

Während Jeans in der Ukraine heute genauso beliebt sind wie im Westen, waren die Kult-Hosen vor gar nicht so langer Zeit nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Ausländische Ware, und somit auch Jeans, waren in der Sowjetunion verboten. Wer sich trotzdem traute, in den ungern gesehenen Hosen am Arbeitsplatz zu erscheinen, riskierte eine Kündigung. Handelte man mit Jeans und wurde dabei erwischt, drohte nicht selten eine Gefängnisstrafe.

Ukraine wird zur Mode-Metropole

Ksenia Schnaider ist nicht die einzige Ukrainerin, die sich derzeit international einen Namen macht. Das Label Anna October hat sich auf feminine Kleider spezialisiert und ist mit diesen so erfolgreich, dass große Kaufhäuser wie Harvey Nichels sie mittlerweile führen.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass im Osten mit Mode am liebsten geprotzt wird, feiert die Marke Litkovskaya mit minimalistischen Spitzen-Designs Erfolge.